01.07.09

UND JETZT: MODE.



Mercedes Benz Week.
Mit Fashion! Oder war es Mode?

Das Zelt! (Draussen ist es auch echt zu warm! Hier jedoch schön kühl!)

Ein paar Touristen werden von der Strasse gezerrt um (gegen Ihren Willen?) im Zelt zu sitzen, Ränge füllen und so (es sind immerhin 10 Fotografen da. Draussen warten 20 Shuttles. Im Foyer 30 Hostessen).
Hoffentlich hört Benz nicht auf zu sponsorn, sonst ist Berlin nämlich nicht mehr Modemetropole.


Die Kollektion (so sagt man doch?) war toll. Im Ernst.
Nach 15 Minuten ist alles vorbei.
Ich steige in den 100er, Richtung Zoo. Herrlich wenig Fashion hier.

28.06.09

BEIM BOXEN


Max-Schmeling-Halle, 22:30 Uhr.
Zwischen Luden, Sternchen und Prolls sitzend denke ich Endlich ist Berlin mal angenehm.
Da macht selbst der im kompletten Ed Hardy Outfit gekleidete Billie-Jean-Schattenwelttyp zwei Reihen vor mir endlich Sinn.
Schnelles Geld und schlechte Anzüge, riesige Brüste, Moonwashedjeans tragende Ferrarifahrer und Sparkassenfilialleiter mit Blümchenkrawatten, einige von ihnen tragen goldene Pappkronen auf denen der Name Arthur Abraham zu lesen ist.
Überall dampfen keuchend Diskothekennebelmaschinen, es ist heiß, aber es gibt ja Bier aus Bechern. Eine abgetakelte Supergruppe der 80er versucht ein Vollplaybackcomeback, ein paar Pyroeffekte sollen ihr dabei helfen. Dann wird gerumbled, Boxen halt. Zwischendurch schreien die betrunkenen Zuschauer nicht witzige Sprüche. Am Ende gewinnt dann irgendeiner.

Ein letzter ehrlicher Abend für die Stadt bevor die Horden der Modeindustrie die Spree heraufschippern und ein Wort nach Berlin zu tragen versuchen, das hier noch nichts verloren hat: Glamour.

24.06.09

unfortunately eternal

sweat, a steak, a drink, a diamond, blow
unfortunately
eternal adoration
making sounds with glasses
wet your finger copiously

you say drunken poetry
you take a rest
I am your vacation.

I am the only one of the caped crusader fan club watching the sky for mankind's friend

23.06.09

Face it!


A HUG, AT LEAST.

22.06.09

Vernissage 101

Amok laufende kleiner Bälger, von Kopf bis Fuß in Retrogörenschick à la HJ von Manufaktum gekleidet, schlängeln sich keifend zwischen den Cordhosen ihrer Charlottenburger Bildungsbürgertumsväter, die mit einer Bratwurst in der Hand Bodenständigkeit demonstrieren, während die Mütter, mit der Hundeleine Ihres güldenen Retrievers in der einen Hand, den Range Rover Schlüssel in der anderen, mit der Freundin nach dem Künstler suchen, der aber entweder in Deckung gegangen scheint oder schon längst verschwunden ist oder sich feiern lässt, vielleicht auch mit einer Bratwurst in der Hand, an diesem grauenhaften Ort: düster und alt und rund. Auch hier betrachtet keiner nichts, vielleicht den Grill, aber die Kohle nebelt und so ziehen Schwaden von weißem Rauch über die Terrasse, Nebel des Grauens, und für einen Moment hofft man, dieser Nebel wird sie alle verschlucken und mitnehmen an einen noch schlimmeren Ort, aber nein, die erste Böe macht alles wieder sichbar, die Kinderhorden in ledernen Latzhosen, das Cord, die alten Mütter.


19.06.09

Willkommen in Berlin - Der Film (Update)





Unsere kleine Seite ist umgezogen.
Für alle, die den Film noch nicht kennen, oder ganz einfach nicht genug bekommen:

Stream / Download unter http://www.willkommeninberlin.net

WILLKOMMEN IN BERLIN
Ein Dokumentarfilm, ein Stadtportrait, eine Selbstreflektion

Idee und Regie: Igor Paasch

Produktion: Igor Paasch & Ralf Weber




Vom Aussterben bedroht

Weil lecker, weil gut, weil echt lecker.
Erhalten, bitte jetzt.

Das Wort BIO nervt, nur hier nicht:

http://gorillaretten.wordpress.com/

15.06.09

Rock 'n Roll

...und dann die leute die eiswürfel pinkeln
die mit den alten jacken
die rockmusik hören und popmusik denken
die jungen unwilden
die protestierer
antike lagerfeuerromantiker
anti für nichts
pro gegen alles
naiv
nicht kreativ noch alternativ
besetzer einer leeren welt
langschlafende insomniapatienten
flaschenbier
park
grillen
warum
weshalb
wieso
befreit heißt nicht frei.

13.06.09

11.06.09

Nur zwei Sätze

Potsdamer Platz, nachts, im dunklen, noch unerträglicher, selbst jetzt, ohne Licht. Parfümierte Frauen mit faltigem Ausschnitt denken hoffentlich nichts und ziehen an dünnen, langen Zigaretten, es stürmt, nur die blauen Ballons von Jeff Koons sind starr und unbeeindruckt und wünschen sich an einen anderen Ort, sicherlich, hofft man, und dann kommen immer mehr Menschen, selbst Herr Schupelius mit seltsamst toupierter Frisur stakt die kleinsten Treppenstufen der Welt hinunter. Besser als New York, Du Vogel!

09.06.09

Mission Berlin

Der nächste Morgen hatte Muskelkater. Die Straßen leergefegt, die Hauptstadt zuckte angeschossen, in den wenigen Gesichtern war das Entsetzen der Ernüchterung gewichen. Der Charlottenburger Harley-Shop Besitzer trug einen schwarzen Anzug und täuschte mit seinem Coffee-to-go Becher Metropolenfeeling vor, ein Aufbäumen gegen die Provinz in Hollywood und deren Akteure. Der deutsche Schauspieler. Sich küssende Schauspielschülerinnen. Der Coach, der Heiner. Heute verkaufe ich nicht eine Maschine, wusste der Harley-Shop Besitzer.
Na ja, ´ne Softtail, vielleicht. Die gehen immer, in Berlin. Fat Boys hingegen nicht. Die verkauft man nur in Hollywood. Und die werden dann an Til Schweiger vermietet.

08.06.09

Mission Hollywood

Wenn Michael Michalsky einen Koffercheck macht (Untalentierten Menschen mag man wohl helfen durch eine bedachte Auswahl an Kleidung, da ist Michalsky sich selbst leuchtendes Vorbild) und falsche Damennippel von Nöten werden, wenn Til Schweiger weiß, dass manche Frauen sich nicht gerne küssen und wenn junge Frauen in Billigkulissen Orgasmen hauchen, weiß man, wo man ist: Im deutschen Fernsehen. Hurra: Ein neuer Tiefpunkt. Übelst.

07.06.09

The Bingo Wall Of Death

Andy Cam
Naughty Nina
Pathetic Pat
Underwear Everywhere
Wicked Will
I want back my MTV.

05.06.09

Berliner Wahnsinn!

Die BILD-Zeitung beschreibt in ihrer heutigen Ausgabe ein Phänomen: Ein nur mühsames Vorankommen motorisierter Berliner (auch Stau genannt). Und das auch noch zur Mittagszeit. BILD sichtet viele (sehr viele!!) Touristenbusse. Auf der Friedrichstrasse! Checkpoint Charlie! Schockschwerenot! Mittags! Und dann auch noch von 12 bis 14 Uhr!
Es werden Fotos von verzweifelten Bürgern abgedruckt („Ein schreckliches Gedränge! Das nervt!“). Aber auch bei der BVG geht’s drunter und drüber am Mittag („Sitzplatz: Glücksache“)

Liebe BILD-Zeitung (bitte googlen: Rush Hour, Großstadt):
Umzug überstanden? Willkommen in Berlin. Seid froh dass Ihr nicht in einer Weltstadt lebt, da soll es sogar noch schlimmer sein.

03.06.09

Mein Freund Ullrich


Stichpimpuli bockforcelorum
Lahmacun, tiefgekühlt
Die größte Auswahl an Chips. Der Welt! In Berlin!
Auch an Feiertagen, von 11 bis 22 Uhr
Stichpimpuli bockforcelorum
Penner neben Promi. Oder umgekehrt.
Hier verschwimmen Grenzen
Security bitte Hardenbergstraße!
Stichpimpuli bockforcelorum
Ullrich am Zoo muss Weltkulturerbe werden!

01.06.09

Willkommen in Berlin!


Nach einer erfolgreichen Premiere beim "Achtung Berlin!" Festival gibt's unseren Film jetzt endlich komplett und kostenfrei im Netz.
Ein kleiner Film über eine große Stadt – oder umgekehrt.

In 14 Kapiteln als Stream oder als DVD Download. „Willkommen in Berlin“ besteht aus Interviewfragmenten, die wie Mosaiksteine ein Stadtportrait eines in den Medien eher selten erwähnten Berlins ergeben. Im Vordergrund stehen dabei die Unterschiedlichkeit, mit der die Stadt wahrgenommen wird und die Frage, welche Rolle in diesem Zusammenhang Herkunft der jeweiligen Gesprächspartner und ihre persönlichen Geschichten in und mit Berlin spielen.


WILLKOMMEN IN BERLIN
Was passiert in Berlin? Welche Menschen zieht die Stadt an? Ist Berlin wie New York? Ist die Ost-West-Thematik noch relevant? Hat Berlin seine Chancen seit dem Mauerfall genutzt? Ist der architektonische Wiederaufbau der Stadt gelungen? Warum sinken Berlins Einwohnerzahlen? Ist die Orientierung an den "Goldenen 20ern" sinnvoll? Ist das Berliner Meckern eine Diskurs-Form? Hat das, was sich auf Berlins roten Teppichen abspielt, etwas mit Glamour zu tun? Lohnt es sich überhaupt, diesen und ähnliche Fragen nachzugehen?
Ein Film über die Stadt als Projektionsfläche, die Fragwürdigkeit Berlins verlogener Selbstbespiegelung und die Kontraproduktivität des wunderlichen Anspruchs Weltstadt zu sein.


Interviewpartner: Maxim Biller, Rolf Eden, Michi Beck, Michel Würthle, Djamila Rowe, Doris Schretzmayer, Ralf Schmerberg, Roger Boyes, Felix Theissen, Axel Bauer, Ulf Poschardt, Peter Glückstein und andere.
Sprecher: Peter Fitz


Den Film und weitere Infos gibt’s hier:
http://willkommeninberlin.net

31.05.09

Welk

Hallo Tiefpunkt. Wunderwaffe und irgendwie Alleskönner Oliver Welke (bekannt aus Stefan Raabs Dunkelshows) sitzt doch jetzt tatsächlich im ZDF hinter einem Schreibtisch, trägt Anzug und Schlips und führt durch eine „Satire“-Show namens „Heute-Show“? Wie zu erwarten war, ist auch dieses Machwerk in keiner Sekunde „lustig“, geschweige denn „satirisch“ und niemals „Show“. Lächerlich vielleicht: Die gequälte Souveränität des Moderators. Aber was will man schon von einem Menschen erwarten, der solche Sachen wie „Der Wixxer“ (mit zwei x!!) verbrochen hat und hier und da mal ein Fussballspiel kommentiert. Kopie Kopie! schreien alle und drehen ihren Kopf Richtung „Daily Show“ und Jon Stewart und das ist dann auch die einzige neue satirische Zutat im ewig dummen namens deutsches Fernsehen. Echt ekelig. Ich freu mich auf die Absetzung in ein paar Wochen.

30.05.09

Ghetto defendant

Aus einem der großartigsten Alben der Rockgeschichte - "Combat Rock"


29.05.09

Klamauk!

Herr Schupelius strikes again!

Ich glaube WIRKLICH dass seine Kolumne eine Verarsche ist.
Toll!


http://www.bz-berlin.de/archiv/die-post-schliesst-eine-filiale
-ohne-abschied-von-den-treuen-kunden-wie-unhoeflich-article472285.html

24.05.09

Die Achtfingerhand, der Hyperlativ














Das leerste Glas,
wie das schnellstwirksamste Medikament.
Von entscheidendster Bedeutung.
Du einzigste Möglichkeit.
Die optimalste Lösung.
Die reinste alle dreckigsten Seelen.



Der Roboter sitzt wieder über’m Gaszähler,
Du meinst da macht er mehr Sinn, nicht?
Du weißt, dass er sich vom Balkon stürzen wollte
wegen seines Rostgesichts?

Vielleicht war das seine Definition von Freiheit. Denn seinen Arm aus Eisen kann man nicht so einfach tätowieren.


Warum konntest Du diese Geschichte noch auswendig?
Das ist doch viel schwerer als Kochen.
Wir waren doch so betrunken in jener Nacht
Das hat mir fast das Herz gebrochen.

Deine Uhr liegt stumm neben meinem Bett.
Klapppinguine


Ich erkenne mich in dir:
Wir irren ruhelos durch wilde Welten.
Und stossen an mit warmem Bier
auf tote Sängerhelden.


Für A.





23.05.09

Cool, cooler, Köhler.


Herzlichen Glückwunsch.
Jedes Land hat den Präsidenten, den es verdient (blahblahblah).Na ja gut, sie sind ja nur so’n Spielzeugpolitiker. Stand ja auch auf der Packung. Jetzt konnte die Bundesversammlung den Kassenbon nicht mehr finden. Walter Scheel hat wenigstens noch Vinylplatten besungen! Diese Errungenschaft klingt heute ziemlich funky.
Und was Weizsäcker am 24.Mai 1998 gesagt hat, war irgendwie richtige Politik.

Wenigstens tun sie keinem weh. Beißen nicht. Warnen ab und zu mal, aber immer mit einem sanften Lächeln. Charmanz! Nicht das man das noch ernst nimmt! Ohgottohgottohgott.

lost

In a straight line
going straight on down
Here I call to you, a favourite friend of mine
Who’s leaning out too far
from the highest edge
I wish that I could say
you take me up, up and away
The sun comes through
Another day is new
and I can't see
sweetest glow, come over me

You changed your sin
to skinny cigarettes
Its springtime in your favourite part of town
The sun comes through
Another day is new
and I can't see
sweetest glow, come over me

Make me wait all night
To greet the morning dew
Oh, what are we coming to?
We look the way
the way lost lovers do.

22.05.09

Cuntstrasse


Nichts bleibt dem Blick verborgen, hier, vor der Toilette, alle müssen hier vorbei, irgendwann, und alle kommen sie heute Abend in die Paris Bar, alle, die üblichen und andere, es ist Berlinale und so ist auch heute Abend alles voll und laut und verqualmt und wir, die beiden unbekanntesten Berliner Stammgäste der Welt der Paris Bar, trinken noch mehr, mehr vom warmen Wodka. Michel kommt vorbei, bleibt stehen, zetert über den Tod seiner Frau und wir sitzen da und schauen hoch zu ihm und nicken hilflos und ehrfürchtig und er lacht traurig und geht dann wieder, aber nicht ohne einen Spruch in die Menge zu blasen, den keiner versteht, aber das ist ihm eh egal, dem Michel, glaube ich.

21.05.09

Erkenntnis 2.0

Ich laufe nur demjenigen hinterher, der schneller ist als ich.
Laut Facebook Quiz bin ich folgende historische Person: Adolf Hitler.
Ich bin aber auch ein kleiner rosa Nippel mit 40cm langem Penis.

Na endlich.

Warum sagt Roger Willemsen erst jetzt, nach so vielen Jahren blasierter, selbstgefälliger vokaler Ausdünstungen, erstmals wahre, nachvollziehbare Sätze?
„Seinen Höhepunkt aber erreicht der Exzess der Nichtigkeit, wo Heidi Nazionale mit Knallchargen-Pathos und einer Pause, bei der man die Leere ihres Kopfes wabern hört, ihre strenge Entscheidung mitteilt. So unterscheidet sie wertes von unwertem Leben.“
Naja, heute Abend ist die Staffel ja vorbei. Hoffentlich darf Seal nicht auftreten.

17.05.09

the buccaneer

My fingers beat the drum along to Squalor Victoria.
The convertible: Gil-Scott Heron singing in fading sunlight
Fading
Profession: Stranger
You know who you are: the buccaneer, the corsair
Nothing is over
"if we should meet again
Don´t try to solve the puzzle
Just lay down next to me
And please don´t move a muscle"

South Kensington, chat protocol fragment, January 2003

R.: my gasstation has stoli.
T.: i know
T.: impressive!
T.: mine has nothing
T.: as you know
R.: yes
R.: but you have R2-D2.
R.: which is a turn on.
T.: that's true .. and I'm sure you
realise that I can not walk past there without thinking
of how sick you are!
R.: is that a compliment?
T.: of course it is

15.05.09

Irgendein Weihnachten in Prag

26. Dezember

Um 5:39 Uhr setzt sich der D-Zug, langsam und polternd, in Bewegung.
Ich sitze mit einer viel zu großen Tasche in einem viel zu verrauchten Abteil mit abgewetzten, viel zu grünen Sitzen, aber immerhin alleine. Außer mir sind, so schätze ich, nur noch zehn weitere in dem gesamten Zug.
Wenn ich nach draußen sehe, sehe ich nichts außer schwarzem Morgen, nichts kann ich erkennen, so sehr sich meine Augen auch anstrengen, kein Licht, keine Straße, keine Häuser, nicht einmal dunkle Landschaften sehe ich.
In Prag angekommen, treffe ich sie in der Eingangshalle des Bahnhofs, ein wenig krank sieht sie aus, aber schön. Schön krank. Sie trägt eine Wollmütze, Jeans, Turnschuhe, ich eine Lederjacke, Jeans, Turnschuhe, keine Mütze.
Es ist kalt in Prag, es schneit, aber nicht viel, ein bisschen Schnee bleibt liegen, aber das meiste verweht irgendwo in der Luft und macht diese fast undurchsichtig und gespenstisch. Sie lächelt mich an, sagt, das sie wirklich krank sei und ich nicke nur, benommen von ihr und der Kälte und ich versuche irgendwie zurückzulächeln, weiß nicht so recht ob es mir gelingt und versuche nur jede Sekunde in Gedanken aufzuschreiben, jede Sekunde mit ihr irgendwie zu behalten, jeden Blick, jede Berührung, die zufällig passiert, denn wir gehen nicht Arm in Arm, der Begrüßungskuss war flüchtig auf die Wange und Prag wird immer kälter an diesem Morgen und die Sicht beträgt nicht mehr als 50 Meter, vielleicht.

Ich sage ihr, dass ich jetzt keine Stadttour will, weil ich Prag kenne, was sie sichtlich erleichtert und so gehen wir in irgendein Cafe und trinken Espresso und reden über irgendetwas unwichtiges und noch immer berühren wir uns nicht sondern sitzen einfach nur da und reden irgendetwas über irgendwen und dann über Prag und über Berlin und über Weihnachten. Ich frage sie, ob die Geschäfte denn alle zu hätten heute. Sie sagt, das wisse sie nicht.
Ich trinke meinen Espresso. Sie trinkt ihren Espresso.
Soviel zu Prag.


(Aus: "Wann ist Schluss?")

13.05.09

not too shabby













midnight to six
dillinger and leroy smart
your cool operator
i miss those nights
of league tables
if i only could turn back time.
now we’re all too busy fighting
for a good place under the lighting
roots
rock
rebel
love

12.05.09

Berliner Architektur-Quartett

Berliner Architektur-Quartett:
Lochfassade – sticht!
Tausche Kollhoff gegen Koolhaas
Ich will den nicht!
Sandstein mit Traufhöhe
Historisch geil korrekt!
Decke undicht, Steine bröckeln,
Moderne, die verreckt.
Stadtschloss wiederaufgeklinkert!
Und weiter geht’s bergab:
Riesenrad am Zoo, ganz hoch
Der Rest der Welt der lacht sich schlapp

(Und diese widerwärtige Kunst am Bau
interessiert doch auch keine Sau.)

08.05.09

Today a.k.a. The coffee at Starbucks didn't taste the same while I was staring at toe-nails painted black

Money spent on books
that told me how to save it
When you’re down and out someday you’re back to make it
I knew my enemy, I heard my rights
But when it’s night I’m lawless
in flashing neon lights

A happy girl indeed,
her wrist tied up in leather
I rather stay away from places where I don’t really matter
Where pirates
chasing Cadillacs
and rusty navy Jeeps
When laughing dark-haired girls
make you sigh at empty seats

Die Zeiten ändern nichts

Die Zeiten ändern sich.
Nicht mich, nein, wie auch
Die Zeiten ändern sich.

Kaum gehalten, kurz behalten
So schön wie keine zweite
Die Zeiten ändern sich.

Die Zeiten ändern mich
Glück verwandelt sich in Grau
Die Zeiten ändern sich.

Uhr zerstört, durch meine Faust
Die Zeiten ändern nichts
Die Zeiten, unabänderlich

Die Zeiten ändern sich.
Ändere dich nicht!
Die Zeiten, unabänderlich

Die Himmel färben
Die Zeiten, unabänderlich
Ich muß härter werden.

06.05.09

Paris Bar bits.

Sisyphus

...and just when you thought you're over it.

Death Cab for Cutie - What Sarah Said

ohne titel

ich könnte niemals höhlenforscher sein
mich kriegt kein forscherfreund
in so’ne enge höhle rein
grottenolme, stalaknieten
höhlen sollte man verbieten
fossilierter steingeruch
hals- und arm- und wadenbruch
tropfsteinhölle, stalakmit
ein irrer, der darin was sieht
klaus mag sehr trophobisch sein
doch mich kriegt kein forscherfreund
in solche dunklen höhlen rein

05.05.09

Parisbartexaslondon

Ich fühlte mich nicht auf Augenhöhe.
Ich erinnere mich noch…als ich auf einem Balkon stand, in London, St. John’s Wood und auf meinem iPod sang Morrissey um sein Leben, so wie er immer um sein Leben singt.
Bardo, Art Bar, Boujis. Der ganze geile Dreck.
Kreditkarten in Champagnerkühlern.
Ich weiß genau, was ich falsch mache.
Ich habe das offene Messer, in das ich laufe, selbst geschliffen.
Mann, wie schön das glänzt.
Ich trinke Bier, alle anderen Champagner oder Gin–Tonic , alle essen. Ich esse nichts, knabbere nur ein wenig an dem vertrockneten Baguette, dass in einem handelsüblichen Brotkorb am linken, äußeren Rand unseres Vierertisches steht, eingekreist von Zigarettenschachteln der Marken Chesterfield, Marlboro Lights und Camel ohne und einem Pacha Ibiza-Einweg– und einem Dunhill – Feuerzeug. Sothebys, Kings Road, South Ken, Chelsea Kitchen.
Und weiter geht's.

04.05.09

03.05.09

28° 37′ 0″ S, 24° 20′ 0

Als wir nach über 10 Stunden endlich in Johannisburg landen, ist die Hitze auf dem Rollfeld fast schon Erlösung von der trockenen Flugzeugklimaanlagenluft der Businessklasse des A 340, der uns, von Wien kommend, am anderen Ende der Welt ausspuckt. Willkommen in Afrika , flüstere ich Dir in dein Ohr. Du lächelst kurz. Die Luft über dem Asphalt flimmert, wie in Hollywoodfilmen. Ja, Flimmern, das können sie, die Filmemacher, denke ich. Im Flughafen warten wir auf unsere Koffer, das Gepäckband rattert, so wie es vor drei Jahren schon ratterte, wie irgendein Maschinengewehr in irgendeinem Vorort, hier, in Johannisburg.
Das Übliche: Abtasten.
“Why are you in South Africa, Mister?”
In der Halle ist es unerträglich heiß. Hunderte Menschen stehen hier.
Wir finden unser Gepäck, mein Koffer ist geöffnet, ein paar Schuhe fehlen.
Dann checken wir wieder ein für den Flug nach Kapstadt, wieder werden wir abgetastet, wieder die gleiche Frage: “Why are you in South Africa, Mister?”
Zum Abtasten, denke ich.
Später sind wir wieder in der Luft, unter uns die Steppe.
Nichts habe ich mehr vermisst als das Bellen der Zebras, denke ich, als ich aus dem Flugzeugfenster blicke.

Dann wache ich auf. Ein Mann in blauer Berufskleidung steht vor mir.
Uhlandstrasse: Endstation.



Bonke abantu bazalwa bekhululekile belingana ngesidima nangokweemfanelo.

02.05.09

Freckled face of yours

Freckled face of yours, I thought you’re glad you’re back
or did you finally discover all the things I lack?
Freckled face of yours, did you ever hear my music?
The essence of my soul, are you afraid to use it?
Keys and tones and words, ejected from the heart,
because music is by far, of all, the hardest part.
Freckled face of yours, I could use some cheers
and now I see you leaving, feeds my deepest fears.
I thought you had the will to jump this silly fence
And give this man despite all things a tiny little chance.

29.04.09

A brave new world

A true man consists of manliness,stamina endurance and power.
We know how to get rid of even the most killing ache.
We will not let your masculinity die so fast.
You can turn back the hands of time and feel young again.
We got medicine to heal any pain you suffer from.
Being a real man is a very hard task so do your best.
Your virility will never be destroyed as long as you are with us.
Imple and helpful methods how to attract stunning females.
Forget about bad mood and be in a good mood all the time.
We will take a great care of your body and soul.

Warm Up Your Thinking Cap.


28.04.09

Stille Post

Nicht ernst
Du dachtest ich scherze?
Ausgelacht
An anderen Tagen
Hungrig vom essen
Müde vom schlafen
zu viel gelebt um noch so viel zu wagen
Dann warst Du weg
Und ich nur: Schade.
Mein Herz ist ein Netz
unmarkierter Trampelpfade
Überwuchert
von Deinen Erinnerungen.





27.04.09

Ich brauche dringend Antworten

Was ist wichtiger: Inspiration oder Erfindung? Warum darf Heidi Klum immer wieder schwanger werden? Was ist besser: Fashion oder Mode? Warum ist Eminem nicht kreativ? Warum räumt Tesa nicht beim deutschen Filmpreis ab? Warum ist es wichtig, wann Geschäfte schließen aber nicht wann sie öffnen? Warum lebt Amy Winehouse noch? Und warum ist Joe Strummer tot? Warum ist der Architekt der amerikanischen Botschaft auf freiem Fuß? Was will Glamour? Wieso ist Kiew besser als Berlin? Warum wird man kleiner wenn man weint?

24.04.09

and on it goes



















hungry darkness, foggy eyes, leader of cheer: disappeared
home in bed, early dawn, curse the sin, imprisoned in
half the man, missing skulls, whoever cares, no one dares
splinters of glass, torturing hearts, people part, prophets in bars
burning sun, spring to come, everything new, morning dew
faking smile, burn the mind, deepen scars, hell of bars
home in bed, early dawn, curse the sin, imprisoned in
over the fight, future bright, lies and craze, monsters from space

Lola rennt gegen die Wand


Smalltalk


A: Ey, schon gehört? Was ist der Unterschied zwischen Film und Werbung?
B: Keine Ahnung
A: Bei Film drehn’se auf 16, in der Werbung auf 35mm
B: Wow, 35...
(Man nippt an Gläsern)
A: Hey, pssst. Guck mal der da!
B: Wie, wo.. ach, ist das nicht der...ähm..
A: Ja, genau. Der war doch gestern im Tatort!
B: Wie jetzt? Im Fernsehen? Im Fernsehen-Tatort?
A: Tatort Fernsehen!
B: Manno! Ich dachte der wär Schauspieler, so wie wir?
A: Jaja, ich weiß. Aber trotzdem...Fernsehen!
B: Du meinst, der hat tatsächlich einen Film gemacht?
A: Naja, Fernsehfilm halt...
B: Achso. Aber würd ich auch gerne machen...
A: Warst Du nicht bei Tarantino im Casting letztes Jahr?
B: Ja ja, meine Putzfrau hatte mir davon erzählt.
A: Die Kassiererin von unserem Edeka hätte beinahe ´ne Rolle bekommen!
B: Der hat alles gecastet was bei drei nicht im Sozialamt war.
A: Kassiererin müsste man sein.
B: ...ja. Oder Putzfrau (seufzt)
A: Noch’n Champagner?
B: Ne danke, is` nicht meine Marke.


22.04.09

Der Leu



Er ließ sich nicht an Orten blicken, die Ihre Düfte trugen.

21.04.09

Vollgas im Leerlauf

Im Delirium aus Nacht und Bars
verliert man Achtung vor dem Tag
vor Briefen, Tanz und Lüsternheit.
Wo liegt der Sinn in Trunkenheit?
Ich kann nicht schließen wenn Atompilze sprießen
aus der Vergangenheit
Wo liegt der Sinn in Trunkenheit?

Bauernfeind















3sat, ohne Ton. Nur so verstehe ich Dich
Kulturvortäuschungsfernsehen.
Jetzt interviewst Du auch noch Harald Schmidt.
Flirtest Du etwa? Du solltest Dich was schämen!
Bauernfeind, rufst gar nicht mehr an.
Denn da ist was unerledigt.
Es gibt mehr im Leben als Kultur und so.
Alles Sachen von denen ich nichts verstehe.
Aber ich kenn ein paar versaute Witze!

18.04.09

Damals im Dezember in Berlin

Der Kurfürstendamm ist verkleidet mit Weihnachtsdekorationen aus Glühbirnen (BILD: Berlin heller als New York!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!), die über einem fürchterlichen Weihnachtsmarkt aus Fressbuden (BILD: Die längste Currywurst der Welt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) und Ständen an denen Lammwollsocken verkauft werden, ärmlich summt und blinkt. An Helmut Jahns Neuem Kranzler Eck ist ein riesiger Adventskalender (BILD: Der größte Adventskalender der Welt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) aus farbigen Neonröhren angebracht, den man sicherlich auch aus dem All sehen kann (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!).

15.04.09

Schrei! Hungre! Iss! Töte!















Morgens um 6 ist die Welt noch in Dortmund

(Zwiegespräch im Waschsalon)

Jetzt sitz ich hier, nicht mal die Sonne ist zu sehen. Der Magen knurrt. Der erste Kaffee schmeckt bitter, der Nächste auch.
Hatte mich nicht verdient.
4 Euro pro Waschgang. Weichspüler ist für Pussies. Trockner nicht.
Das Kissen ist befleckt.
iPod: Jane’s Addiction’s Being caught stealing
Diese Federn sehen keine Liebe nicht.
(Auftritt Muschelhalsketten tragender Prolet)
Der dritte Kaffee. Erster Waschgang fast geschafft.
Meine Beine voller Narben
Kein Frühstück, wie immer kein Frühstück.
Die Uhlandstrasse ist wie leer gefegt. So wie Kudamm, Lietzenburger, alles.
Ich tippe Fear is the heart of love in meinen Blackberry. Helfen tut das allerdings nicht.
Ich bin der lustigste Mensch der Welt.
iPod: Barry White’s Oh what a night for dancing.
Um 4 Uhr 30 bin ich heute aufgestanden. Grundlos. Den letzte Fetzen einer Erinnerung an meinen Traum hab ich gleich nach dem Aufwachen auf meine Hand gekritzelt: Sammelt Rehe im Schlaf. Jetzt, zwei Stunden später, weiß ich nicht mehr warum. Rehe, sammeln? Was?
AK 47 ist keine Lösung.
AK anrufen auch nicht.
Ralf für die Insel.
Plötzlich lache ich. Die Zeit ist abgelaufen, die Trommel dreht sich ein letztes Mal, doch ich bleibe sitzen. Für immer.

Lieber Gunnar Schupelius,

Du Harry Hirsch der B.Z, Du kleiner Anwalt des kleinen Mannes, Du beinharter Lokalchefreporter. Deine satirischen Kolumnen in „Berlins größter Zeitung“ sind ein Grund warum Berlin einfach manchmal irgendwie erträglich ist. Wie ein wütendes Kind, das droht, die Luft anzuhalten, schreibst Du Dir Deinen Frust über irgendwelche Ungerechtigkeiten von der kleinen, einfachen Seele. So etwas mögen Arbeitslose! Und für die Zeitung, deren Redaktion seit Ewigkeiten aus Mitgliedern der CDU rekrutiert wird, bist du so etwas wie das milchgesichtige Aushängeschild, der fleischgewordene biblische David. Und egal wie schlimm oder wie dumm oder wie gefährlich Deine Kolumnen scheinen – man kann Dich einfach nicht ernst nehmen, Du kleiner Schreiberlingslausbube, Du! Aber das ist wohl auch Dein Problem. Franz-Josef Wagner ist schon bedenklich, aber immerhin ist das ein Mann. Mit dir will man doch eher spielen als diskutieren. Vielleicht ist Berlin auch einfach zu groß für Dich. Du wirkst irgendwie überfordert.

Mit besten Grüßen!

14.04.09

"Willkommen in Berlin" - Premiere diese Woche!


Guten Tag.

"Willkommen in Berlin", ein Interviewfilm und die Fortsetzung der Mitte-Doku "Let it Rock" (Berlinale 2003) feiert auf dem
ACHTUNG BERLIN New Film Award Festival
endlich seine Premiere.
Ich habe den Film zusammen mit meinem Freund Igor Paasch (Regie) produziert und würde mich freuen, Euch zu einem der beiden Screenings begrüßen zu dürfen!
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Screenings:

Do, 16.04. um 22.30h in Kino 2 Babylon (Mitte)
Vorbestellung Kinokarten Tel +49 (0)30 24 25 969

Sa, 18.04. um 19.30h in Kino 2 Passage (Neukölln)
Vorbestellung Kinokarten Tel +49 (0)30 68 23 70 18

(Achtung: Sitzplätze begrenzt!! Bitte Karten unter den Nummern ordern oder auf gut Glück an der Abendkasse!)
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WILLKOMMEN IN BERLIN
Dokumentarfilm Deutschland 2009
Regie: Igor Paasch
Produktion: Igor Paasch, Ralf Weber
Länge: 77 Minuten


Interviewpartner:

Maxim Biller (Schriftsteller), Rolf Eden (Immobilienmakler, Alt-Playboy), Michi Beck (Musiker und DJ / Fantastischen Vier), Michel Würthle ("Paris Bar"), Djamila Rowe (Nacktmodel), Doris Schretzmayer (Schauspielerin), Ralf Schmerberg (Werbefilmer und Gründer von "Dropping Knowledge"), Roger Boyes (Berlin-Korrespondent der "Times"), Felix Theissen (Schauspieler), Axel Bauer (Drehbuchautor), Ulf Poschardt (Publizist), Peter Glückstein (Gastronom), Laura Schusinski (Modedesignstudentin) und anderen.




Über den Film WILLKOMMEN IN BERLIN

Was passiert in Berlin? Welche Menschen zieht die Stadt an? Ist Berlin wie New York? Ist die Ost-West-Thematik noch relevant? Hat Berlin seine Chancen seit dem Mauerfall genutzt? Ist der architektonische Wiederaufbau der Stadt gelungen? Warum sinken Berlins Einwohnerzahlen? Ist die Orientierung an den "Goldenen 20ern" sinnvoll? Ist das Berliner Meckern eine Diskurs-Form? Hat das, was sich auf Berlins roten Teppichen abspielt, etwas mit Glamour zu tun? Lohnt es sich überhaupt noch, über diese und ähnliche Fragen nachzudenken?

Seit dem Mauerfall 1989 und der folgenden Wiedervereinigung Deutschlands befindet sich Berlin in einem Selbstfindungsprozess.

Berliner Politiker, Presse und Stadtvermarkter tun heute gerne so, als sei die Stadt die aufregendste "Weltmetropole" überhaupt. Und auch sonst scheinen immer mehr Berliner eine objektive Beurteilung der Hauptstadt abzulehnen und ihren eigenen Status mit dem Berlins direkt zu verknüpfen.

Es ist wie verhext....

WILLKOMMEN IN BERLIN besteht aus Interviewfragmenten, die wie Mosaiksteine ein Stadtportrait eines in den Medien eher selten erwähnten Berlins ergeben. Dabei stehen die Unterschiedlichkeit, mit der die Stadt wahrgenommen wird, und die Frage, welche Rolle für die Gesprächspartner in diesem Zusammenhang ihre Herkunft und persönliche Geschichte in und mit Berlin spielen.

WILLKOMMEN IN BERLIN ist ein Film über die Stadt als Projektionsfläche, die Fragwürdigkeit Berlins verlogener Selbstbespiegelung und die Kontraproduktivität des wunderlichen Anspruchs Weltstadt zu sein.

pls check:
http://www.facebook.com/inbox/readmessage.php?t=68818175911&f=1&e=-12#/event.php?eid=73526212250&ref=ts

13.04.09

goodbye is forever

Sometimes you have no choice
Sometimes you've got no voice to say
Say if you will the words,
Say if your world is so gray
We can decide this,
There'll be tears and tragedy
Sure I broke and cried when
You walked away, believe me.
Hey, goodbye
goodbye is forever
Hey, forever
goodbye is forever and ever
Sometimes it makes no sense,
This side of cruel coincidence
Caught up in our own barbed wire
To set us free, believe this -
goodbye is forever and ever and ever

Books are burning



i learned that opening up implicates danger
the most shattering perception
when you get mistaken for a stranger
he said: hey mate, i never met you
his date said pleased to meet you
i necked my vodka when she touched my arm
i said don’t touch me or I do you harm
alone, but never lonely
i have always been a rover
and i guess I’ll ever be
but when I’m clear and sober
i feel the need in me
sometimes i think i’m smarter
than half the world and more
maybe my hearts just larger
when i do, i do adore
and i search and search but I don’t find
someone that really reads my mind
but then i did but she turned away
but hey, i’ll be ok
i guess i have to
always told me i should stay away from my music
because you abuse it
use it

to wipe the smiles off my face
able to turn a place
into the blackest room in space
my soul got a tattoo of your face
now i can’t get rid of it
i tried doctors with lasers
and phasers
pills and voodoo
but no one could help me like you do
i spent a fortune on cures and therapy
but even the pope wasnt there for me
i wrote books and blogs and useless info
to ease my pain, just like a nympho
but at the end of our day
all that just doubles the decay
but hey, i’ll be ok
i guess i have to
right?

11.04.09

10.04.09

Back to the grill again

After long months of cold and winter, we are finally coming up to spring and BBQ season. Therefore, it is important to refresh your memory on the etiquette of this outdoor cooking ritual, as it's the only type of cooking a real man will do, probably because there is an element of danger involved.

When a man volunteers to do the BBQ, the following chain of events are put into motion:
1. The woman buys the food.
2. The woman makes the salad, prepares the vegetables, and makes dessert.
3. The woman prepares the meat for cooking, places it on a tray along with the necessary cooking utensils and sauces, and takes it to the man who is lounging beside the grill - beer in hand.

Here comes the important part:
4. THE MAN PLACES THE MEAT ON THE GRILL.
Then:
5. The woman goes inside to organize the plates and cutlery.
6. The woman comes out to tell the man that the meat is burning. He thanks her and asks if she will bring another beer while he deals with the situation.

Important again:
7. THE MAN TAKES THE MEAT OFF THE GRILL AND HANDS IT TO THE WOMAN.
8. The woman prepares the plates, salad, bread, utensils, napkins, sauces and brings them to the table.
9. After eating, the woman clears the table and does the dishes. And most important of all:
10. Everyone PRAISES THE MAN and THANKS HIM for his cooking efforts.
11. The man asks the woman how she enjoyed "her night off" and, upon seeing her annoyed reaction, concludes that there's just no pleasing some women.

der versuch einer antwort

natürlich versteht keiner wie ich bin - weil ich es niemandem sage
das ist auch volle absicht, denn ich bleibe lieber vage
was hätt' ich denn davon? was geht denn die das an?
die die mich im dunklen sehen:ohne licht - kein mann
doch du weißt wie ich lache und wirklich wirklich denke
nur du bist es doch wert
meine dürre, deine tränke
jetzt weiß ich wenigstens, das es den menschen gibt
der mir kurz gezeigt hat wie man sich selber liebt.
ich bin auf ewig fremder für alle leute hier! ich will das auch nicht ändern.
reicht das als antwort dir?





du fehlst.

09.04.09

Mein Freund, die Winkekatze

everything right is wrong again













the things you said that night
about your mental pesky plight
it’s the same warlords that fight
in the middle of my prickly nights

all you see is where else you could be
and everything’s wrong that used to be right
maybe it’s something said in a movie
or you did say that night

every moment’s false i see
when everyone’s acting normal we’ll be
the searching kinds epitome
the kind with heart epilepsy

'cos all you see is where else you could be
and everything’s wrong that used to be right
but maybe it’s just something said in a movie
or you could’ve said that night

05.04.09

Kottbusser Albtraumtor

Einstieg.
Abschied.
Und als er sie durch die regennasse Taxischeibe sah, weinend an einer Rufsäule in der Dunkelheit, da weinte er ihr zu. Bitterkeit. Nun wußte er:
Sie war es.

AUF SPEED, DATING

Im Sommer, an irgendeinem Tag in der Woche, um sieben Uhr abends, verlasse ich meine Wohnung, von Kopf bis Fuß in H&M gekleidet. Auf der Strasse angekommen denke ich, ich habe den Gasherd nicht ausgemacht, auf dem ich mir vorhin 6 Spiegeleier gebraten habe und gehe noch mal hoch in die Wohnung, der Gasherd ist aus. Wieder schließe ich ab und laufe die beiden Stockwerke nach unten, dann auf die Fasanenstrasse, rechts runter bis zum Kurfürstendamm, auf dem kaum ein Mensch ist. Ich höre Sinead O´Connors Version von The Streets Of London auf meinem iPod.
Eine halbe Stunde später sitze ich in einer Bar am Alexanderplatz. Vor mir sitzt Karin. Karin ist eine verbitterte Mittdreißigerblondine im schwarzen Kostüm und grinst mich an, während sie versucht, ein Gespräch in Gang zu bringen. Ihr Kostüm ist höchstens von H&M, es sitzt schlecht und sie trägt ein weißes T-Shirt mit U-Boot-Ausschnitt darunter. Ihre hochhackigen Schuhe (immerhin) sind mindestens 5 Jahre alt. Sie hat schöne Augen, allerdings nicht so schön wie meine, die sie fasziniert fixiert. Vor mir liegt ein Zettel mit Feldern und Kästchen und Namen. Karin hat das erste Feld. Ich male Kringel und Totenköpfe auf das Blatt, als sie von ihrem letzten Freund erzählt. Unglaublich, warum sie nicht begreifen kann, dass sie 4 Jahre nach Ihrer Trennung immer noch Single ist. Noch bevor unsere 7 Minuten vorüber sind, schreibe ich anstatt ja oder nein nur Eine intellektuelle Annäherung ist unmöglich in ihr Kästchen und drücke ihr superschlaff die feuchte Hand zum Abschied. Sie lächelt mich noch einmal eindringlich an und ich erschrecke mich. Die nächste Frau, Julia, ist wahnsinnig hässlich („Faschistin“), Svea, eine Russin, ebenfalls („bot mir Kokain an“), hat aber zumindest keine schlechte Figur. Mir ist übel von einer Line Speed, die ich zwischen Silvia und Katharina genommen habe. Später am Abend habe ich mich mit 10 Frauen unterhalten und ich setze meinen Kopfhörer wieder auf (R.E.M.’s It´s the end of the world) und trotte Richtung U-Bahn.
Noch später am Abend trinke ich ein Bier in der Paris Bar.
Udo Walz.
Ich greife mein Glas und setze mich ans Fenster an den Tisch, an dem ich vor Ewigkeiten mal mit der kleinen Blonden geknutscht habe, kurz vor unserem ersten, langweiligen Sex und Nadja Auermann sitzt am Nebentisch und trinkt Wasser und Wolfgang Joop lacht laut, zu laut.
Dann gehe ich endlich nach Hause und sehe 3 Folgen Futurama auf DVD, die ich gestern im Makromarkt am Kurfürstendamm gekauft habe, Season 4, und lege mich danach ins Bett, wo ich irgendwann einschlafe und von irgendetwas träume.

Dann bin ich plötzlich im Allgäu und ich bin sehr jung und meine Eltern wecken mich auf einem Bauernhof in Pfronten und ich gehe in die Scheune wo junge Kätzchen um meine Beine schleichen und leise miauen und ich fange an zu weinen, weiß aber nicht warum. In der Ecke steht ein Mann, der mich anschaut und sich Notizen macht, er lächelt mich an und reibt sich seine Hände.

Mann, diese Pilze.

(Aus: "Wann ist Schluss?")

Selbstgespräche bei Karstadt

Die "Gesellschaft Historisches Berlin" ist ein Auffangbecken für unterbelichtete Möchtegernfaschisten

Ich mag dünne Frauenkörper mit großen Sonnenbrillen

Saturn Hansa, da wo die Verkäufer nach Cool Water riechen
Von Andrea geträumt
LOBOTOMIE im Ritz

Chucks The Who Edition
Ich trinke Hendricks auf anzugtragende Flitzpiepen
In der Düne, in der Düne

Everybody's liberated but no one is free
AK 47

Liebe auf den letzten Blick, das war's: Liebe auf den letzten Blick

04.04.09

Die Kolonne

Die Kolonne kommt! Die Kolonne kommt! Michelle Obama ist ja eine Stil-Ikone! Die Kolonne kommt! Bush war ja nicht willkommen, aber jetzt schwenken sie die Fahnen! Die Kolonne kommt! Die Kapelle trompetet lauter noch als damals! Alles abgesperrt! Jetzt kommt die Kolonne! Da ist die Kolonne! Jetzt ist sie wieder weg! Mann, war das `ne Kolonne! Ich bin ein überbezahlter Journalist und mein Fachgebiet ist Kolonnengucken!

02.04.09

Nachrichten aus einer besseren Welt, Teil 6

(dpa) Gegen die Stimmen des Berliner Senats, der Berliner Bevölkerung und des deutschen Bundestages entschied die UNO bei Ihrer gestern zu Ende gegangenen alljährlichen Vollversammlung den Abriss aller unter Senatsbaudirektor Hans Stimmann entstandenen Neubauten in Berlins Stadtkern. Laut Zeitplan erfolgt die Sprengung des Potsdamer Platzes noch an diesem Wochenende. Folgen werden unter anderem das Hotel Adlon, die Friedrichstrasse und große Teile des Hackeschen Marktes. Die UNO ließ verlauten, dass nur unter einem internationalen Protektorat die deutsche Hauptstadt wieder „auf einen richtigen Weg“ gebracht werden könne. Hans Stimmann wird seit 6 Jahren per internationalen Haftbefehl gesucht und hält sich derzeit an einem unbekannten Ort auf. Im Falle einer Verhaftung drohen ihm bis zu 15 Jahre Freiheitsentzug.

01.04.09

another stream of the unconsciousness


facebook tausend hendricks lucia oranien tarantino totenkopf xbox eiskrem lieferservice orgasmus zittern was sarah sagte staub dreck skateboard dallas küsse im cookies todesrennen bmw fotografen kokain chuck taylor nilpferde im mcdonalds pussy wagon nikes in blau kartoffelsuppe werbewirkungsverfahrenschwachsinn lernen verschwinden ende aus vorbei.

26.03.09

Der Gegenentwurf zum Mann ist keine Frau

Hallo Feminismus.
Ich find dich super.


Ach ja, aber Alice Schwarzer ist eine unsympathische, selbstgerechte, überschätzte, überhebliche und anscheinend innerlich verdorrte und völlig zu Unrecht idolisierte Person, die sich endlich aus den Medien zurückziehen sollte, Klappe zu, Pulli stricken. Was für ein Fossil, das da durch torfige Talkshows gackert.

25.03.09

Geochelone nigra abingdoni

oh lonesome George
you don’t know how much i feel for you
the last one standing, when all are demanding
the normal
we differ
the last kind
of diseased mind
like two sniffers in a world without smell
i bet you can tell the school books
how to suffer, the buffer
worn out
oh lonesome George
they offered you wives and girls to play
but they just ate your salad and were
in your way
lay
down
lonesome George
it doesn’t make any sense to save yourself

18.03.09

Entjungferung im Starbucks















Oh Venti Latte Hazelnut
Die Geschichte schmerzt mich sehr
Das Koffein ist nur der Träger
Und ich will immer mehr

Oh Venti Latte Hazelnut
Sugarfree nutzt du mir nichts
Schmeckst wie Cola Light für mich
Machst Aids und Krebs und Gicht

Oh Venti Latte Hazelnut
Du bist so neu für mich
Superteuer, ungesund
Ich glaub, ich liebe Dich.

21 Fragen zur Lage der Nation

Hat Mario Barth eigentlich einen Freifahrtschein von RTL bekommen? Warum kriegt der soviel Sendezeit? Warum gibt’s jetzt schon wieder eine Show mit Ihm, die so ist wie die davor, nur einen anderen Namen trägt? Warum hört der nicht auf zu grinsen? Kann er nur so zeigen, dass er „Comedian“ ist? Warum sitzt da Verena Poth auf dem Sofa? Und warum amüsieren sich die Leute im Publikum? Und warum muss man zudem noch Lacher aus der Konserve einspielen? Verstehe ich denn seinen Humor nicht? Hat er denn überhaupt welchen? Und wenn ja, welchen? Ist das alles zu hoch für mich? Und warum kommt jetzt auch noch Reamon? Und warum tun die so als ob sie von nichts wüssten? Wurde denen erzählt, sie gingen zu 3Sat? Und wenn ja, ist das nicht noch viel schlimmer? Reflektiert hier denn keiner mehr? Und warum guck ich die Scheiße eigentlich? Hab ich denn nichts Besseres zu tun? Warum ermittelt Kottan nicht mehr? Und wo ist Müllers Büro?

10.03.09

Schrottplatz vs. VIP Lounge

Hallo du, ja du, mit dem Champagner in der Hand.
Du hast da was weißes an der Nase.
Jaja, genau da.
Ausser Rand und Band.
Schöne Tasche.
Schönes Äußeres.
Chanel?
Bestimmt.
Wo warstn du vorher? Kenn ich.
Toller Laden. Harte Tür. Schicke Leute.
Nein, nein, war ich nie, wie? Im Sommer?
Marbella? Aha.
Dein Bändchen da – bist du vip?
Achso, ich dachte.
Seid ihr glücklicher als die Ludolfs?
Ich wage es zu bezweifeln
Oh du musst jetzt los?
Schade schade schade.

28.02.09

Dadaismus an der Côte d’Azur

Dann stand er auf und schrie es hinaus in die Welt, die in Schutt und Asche lag.

"ICH MAG GUMMIBÄRCHEN NUR WENN SIE EIN PAAR TAGE AN DER LUFT LAGEN, JESUS CHRIST!"

Er lud seine AK 47 nach und feuerte eine weitere Salve in die Runde: "DIE EINZIG WAHRE SCHOKOLADE IST EIN Ü-EI!"

Er ging in die Knie, schüttelte die Speere ab und meißelte "DER GERUCH VON ZEITSCHRIFTENLÄDEN ERINNERT MICH AN JOHN SINCLAIR!" in die Steinplatte.

Jetzt herrschte wirklich Panik und jeder, der nicht bei drei auf den Bäumen war, erzitterte unter seinen Schreien. Nun war auch die BILD-Zeitung da und schrieb mit, während Fotografen Filme einlegten:

"ICH MAG MUSIK NUR WENN SIE LAUT IST!"

Er war sich bewußt, dass dieser Tag ihn endgültig in die Bedeutungslosigkeit schiessen würde und das seine Freunde ihn verstossen würden. Doch verstanden hatten sie ihn noch nie. Warum sollten sie das jetzt?

The Ballad of Davy Crockett

The barn.
Hill Valley.
Mr. Sandman.
Biff.
Stella.
DMC-12.
Twin Pines Mall.
Calvin.
Lorraine.
Riverside Drive.

A blissful friday.




26.02.09

We will all laugh at gilded butterflies

I really slaughtered tendrils
On your mountain top?
Stamped on blossoms
Killed all hopes
Cut all ropes
The future, chopped?

25.02.09

wahn

Die Dame bestellte sich ihre Zahnpasta immer aus Amerika.
Ja, amerikanische Zahnpasta musste es sein für die Dame.
Sie lächelte hübsch (doch schmallippig) und wenn sie fotografiert wurde, blitzten manchmal ihre weißen, amerikanisierten Zähne hinter ihren schmalen Lippen hervor.
Ihr ganzer Körper war schmal.
Sie las die bekannten Modemagazine, hatte aber eine eigene Meinung.
Sie wollte mehr, man wusste es. Lange würde sie nicht in der Stadt bleiben.
Sie genoss die Nächte gelangweilt.
Einmal fühlte sie sich verfolgt, doch als sie sich umdrehte, war da niemand.

(10. Dezember 2008)

24.02.09

SPÄTER

„Glaubst Du nicht, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert?“
Ich schrecke aus meinem Bett hoch und sehe Max vor mir stehen, mit einer Sonnenbrille auf der Nase und einem Polo, hochgestellter Kragen, eine Zigarette glüht schwach in seiner linken Hand.
„Ich habe Dir meinen Schlüssel nicht gegeben, damit Du mich hier zu Tode erschreckst. Blumen gießen, Todesfall, so was. Aber nicht zum Wecken,“ gähne ich ihn an.
Ich setze mich auf die Bettkante.
„Ja, schon gut. Ich dachte mir, ich schau mal vorbei. Deine Nachricht klang ja unerhört depressiv gestern.“
Ich erinnere mich plötzlich, dass ich ihm gestern Abend einen Monolog auf seine Mailbox getextet habe.
„Mann, schon ok. Ich war nur…irgendwie platt.“
„Platt, aha.“
Pause.
Ich stemme mich hoch und fass meinen Kopf, der irgendwie brummt, greife nach einem Stuhl, der an der Wand steht und finde ein weißes Shirt, dass ich mir überstreife.
„Los, lass uns laufen gehen.“
„Hör zu, das letzte, worauf ich jetzt Lust habe, ist Sport.“
Max schnippt seine Zigarette über meinen Kopf hinweg durch das offene Fenster, unter dem mein Bett steht.
Ich stehe auf und schlurfe an ihm vorbei Richtung Küche.
Voilà, der Gegenentwurf zu Nivea, denke ich.
Ich mache uns einen miserablen Kaffee und durchwühle meinen Kühlschrank vergeblich nach irgendetwas Essbarem. Ich trete die Tür mit dem Fuß wieder zu und drücke Max eine Tasse in die Hand, der jetzt im Wohnzimmer sitzt, auf meiner schwarzen Kunstledercouch.
„Wann kaufst Du Dir endlich mal neue Möbel, Mann?“ sagt er in den Raum und sein Gesicht verzieht sich zu einer Grimasse, als er am Kaffee nippt.
„Wie war Barcelona?“
„Ok“, hauche ich in meine Tasse mit dem miserablen Kaffee.
„Aha. Also, Du kommst nicht mit Laufen?“
Ich kontrolliere mein Handy, keine neuen Nachrichten. Verdammt.
„Max, bitte.“
„Warum diese ganze Story gestern? Wer zum Teufel soll Dich verfolgen? Was war das für ein Quatsch?“
„Keiner verfolgt mich.“
„Du hast mir gestern auf die Box geheult, dass Du seit Monaten verfolgt wirst, dass Du untertauchen musst, bei Deiner Mutter.“
„Meine Mutter ist tot.“
„Das weiß ich auch.“
„Hör zu, vielleicht war ich ein bisschen dicht gestern, mich verfolgt kein Mensch.“ Ich denke an den Mann im Anzug.
Ich schaue mit einem Auge auf das Display meines Handys.
„Ist ja rührend, wie Du Dir Sorgen machst.“
„Mann, ich liebe Dich, weißt Du doch!“
Ich lache.
Ich drehe mein Handy in meiner Hand unaufhörlich hin und her und schaue immer wieder auf das Display. Max stellt seine Tasse auf den Boden vor dem schwarzen Kunstledersofa und zündet sich eine Zigarette an.
„Sag mal, gibt’s Deinen Dealer noch?“
„Negativ,“ sag ich Richtung Boden.
„Hm. Na gut.“ Er steht auf und drückt seine Zigarette, von der er nur einmal gezogen hat, in einen der Flugzeugaschenbecher, die auf dem Couchtisch stehen.
„Dann laufen wir halt ein anderes Mal.“
„Ich laufe seit einem Jahr nicht mehr.“
„Ach ja? Was geht am Wochenende? Wollte vielleicht was kochen. Kleine Pasta oder so“
„Ich ruf Dich an.“
Er zuckt mit den Schultern und stellt seinen Polokragen wieder aufrecht, der zwischenzeitlich bedrohlich umgeklappt war.


(aus: "Wann ist Schluss?")

19.02.09

Liebe Vanity Fair,

gestern erreichte uns die traurige Nachricht deines Todes. Wir trauern! Richtig dolle sogar! Über zwei Jahre lang hast du uns für kleines Geld einmal in der Woche aus unserem tristen Alltag geholt. Wie glamourös Du warst! Was für tolle Parties du gegeben hast! Da gab es Alkohol umsonst! Du wusstest was wir brauchen!
Leider, ja leider warst Du aber auch nur ein weiteres von unzähligen Käseblättern, die verzweifelt versucht haben, eines für alle zu sein. Bissl Politik, bissl Kochen, bissl Party, bissl Mode, bissl Buchtipp, bissl Wirtschaft, bissl Szene, bissl Fitness, bissl Kino, bissl Zeitgeist. Heraus kam: bissl Auflagensturzflug. Bissl Anzeigenschwund.
Bissl Schadenfreude.


18.02.09

Nachrichten aus einer besseren Welt, Teil 5

(dpa) Die diesjährige Berlinale war ein voller Erfolg und brach erneut Besucherrekorde, so Festivalleiter Dieter Kosslick. Die 59. Filmfestspiele fanden ihr fulminantes Ende bei der traditionellen Abschlussgala im Berlinalepalast am Potsdamer Platz, wo die begehrten Preise vergeben wurden. Der deutsche Regisseur Tom Tykwer erhielt dabei lebenslange Haft für seinen Beitrag „The International“. Erfolge auch bei den Schauspielern: Sieben Bewährungsstrafen und zwei Ausbürgerungsverfahren kann die deutsche Darstellerriege diesmal für sich verzeichnen. „Trotzdem blieben die Erfolge hinter den Erwartungen zurück“, so Produzent Bernd Eichinger per Telefax aus seinem Malteser Exil.

17.02.09

BE BERLIN!! Heute: David P. aus B.

"Berlin ist eine freakige, graue, kaputte, triste, lieblose, prollige, bemüht szenige, alte, extrem durch Polizei kontrollierte, kranke Spottstadt, Hartz-IV-Look, ein belebtes 1984, just for Dogs oder Sektenmitglieder a la Tom Cruise, Brad Pitt, BZ, Angela Jolie, Angela Merkel. That's the Fashion."

16.02.09

Berliner Weiße mit Kopfschuss

1.
Rotbarsch auf Kartoffelpüree
Ist keine Karriereleiter
Berliner Weiße mit Kopfschuss
Auch blaue Augen helfen hier nicht weiter
Es gibt eine Welt hier draußen
Doch Du stehst nur im Felix
Die Wohnung, nur geliehen.
Wer hat dich denn geschickt?
Ed Hardy?

2.
Alles neu und aufregend
und alles wie gewohnt
Blaue Augen helfen hier nicht weiter
Kein Fettnapf wird verschont
Ein Abend voller Fleisch
Fühlt sich an wie Schlaf
Gib mir nicht den kleinen Finger
Wer hat gesagt ich darf?
Keith Richards?

12.02.09

Heiße Berliner Luft Luft Luft, Teil 2

Oh Gott Oh Gott Oh Gott!
Endlich!
Berliner Filmfestspiele!
Die Berliner sind glücklich!
Jede Menge Parties!
Journalisten und Reporter!
Schauspieler!
Auch Prominente sind da, munkelt man!
Sogar bekannte Ausländer!
Wir sind wieder wer!
Ist das nicht der gleiche Film wie gestern?
Ist ja wie in Cannes hier!
VIP-Pässe baumeln an Hälsen!
So wie in Venedig!
Da wird auch gebaumelt!
Ich fahr Shuttle!
Wir können also mithalten!
Hier darf man sogar rauchen!
Und was für `ne abgefahrene Location war das denn gestern?
Den ganzen Weg aus Hannover?
Haste noch was?
Bist Du Schauspieler?
Ich auch!!
Jucheeeee!!!

Heiße Berliner Luft Luft Luft

Oh Gott Oh Gott Oh Gott!
Endlich!
Berliner Modetage!
Die Berliner sind glücklich!
Jede Menge Parties!
Journalisten und Reporter!
Schauspieler!
Auch Prominente sind da, munkelt man!
Sogar bekannte Ausländer!
Wir sind wieder wer!
Ist das nicht der gleiche Designer wie gestern?
Ist ja wie in Paris hier!
VIP-Pässe baumeln an Hälsen!
So wie in New York!
Da wird auch gebaumelt!
Ich fahr Shuttle!
Wir können also mithalten!
Hier darf man sogar rauchen!
Und was für `ne abgefahrene Location war das denn gestern?
Den ganzen Weg aus Hannover?
Haste noch was?
Bist Du Model?
Ich auch!!
Jucheeeee!!!

10.02.09

Das Model und der Freak

Ich finde es schon ganz schön unverschämt, Jana Ina als Freak zu bezeichnen. Schäm Dich, Pro Sieben.

05.02.09

My Pirate
















So I sailed the seven seas
For thirty-seven years
The young and wasted youth
Is a rockstar without fears
A one-eyed female gangster
Boarding the life of mine
It’s all I ever wanted
The skull, a baneful sign
How can I ever tell you
That there ain’t more than this?
My pirate’s life for you
You’re pure and drunken bliss.

Aye.

27.01.09

www.igorpaasch.com

Nachrichten aus einer besseren Welt, Teil 4

Deutschland auf Augenhöhe mit Amerika
(dpa) Die mehrfach ausgezeichnete amerikanische TV-Serie „Curb your Enthusiasm“ wurde heute von der UNESCO in Washington zum Weltkulturerbe erklärt. Damit ist die von Seinfeld-Autor Larry David entwickelte Serie nach „The Simpsons“ die zweite Fernsehproduktion der diese Ehre zuteil wird. Gute Nachrichten auch aus Deutschland: Die Produktionen „Quatsch Comedy Club“ und „TV Total“ gewannen beim 12. Magdeburger Lachfestival die blecherne Kuhglocke am Band. Laudator Detlef D! Soost tanzte seine Rede vor mehr als 20 begeisterten Zuschauern im „Tourette-Syndrom Zentrum Ost“, einem Anbau der Mehrzweckhalle für betreutes Wohnen in Magdeburg-Huhrendorf.

24.01.09

übertriebenes

irgendwann ists ja genug!
man muss nicht ewig denken!
die falsche zeit des lebens!
kann man sich meistens schenken!
die lust zu leiden in der lust!
lallt laut und launisch lieder!
doch vom vielen tanzen!
schmerzen meine glieder!
die warme sommerkälte!
verdampft den lauen atem!
es tut mir leid, doch auf gefühle!
konnte ich nicht warten!

20.01.09

Vengeance











Put some content in my head
Start like acting Jesus
Give me shelter, even now
When I prove my hypothesis

Save me now, I’m in a hurry
It could happen every day
Firm me up, strengthen my armour
Or witness my decay

Love is a misanthrope
Hope a hatchet man
Or girl, that is, tough to cope
A poisoned ice cream van

Big Brother

An dieser Stelle wollte ich eigentlich einen scheinbar intelligenten Artikel über die neue Big Brother Staffel schreiben, aber irgendwie fällt selbst einem Klugscheisser wie mir nichts dazu ein. Bizarr.

14.01.09

Nachrichten aus einer besseren Welt, Teil 3

(dpa) Der englische Premierminister Joe Strummer und seine amerikanische Amtskollegin Megan Fox trafen sich gestern zu bilateralen Gesprächen im Vorfeld des G8 Gipfels in Hamm / Westfalen. Hauptgesprächsthema war das geplante Ausreiseverbot deutscher Comedians. Sie reagierten damit auf die Auswirkungen einer Amerikatournee von Michael Mittermeier, die Deutschland ins politische Abseits gedrängt hatte. „Die Lage ist ernst“, so Strummer zur Presse.

10.01.09

RIP, D.H.


Als ich Dich vor einigen Monaten mal wieder in der Bar am Kudamm traf, machtest Du einen jämmerlichen Eindruck. Aber ich war auch nicht mehr ganz nüchtern und konnte mich kaum auf meinem Hocker halten.
Wir klammerten uns an unsere Gin-Tonics.

Ich hab dann später Deinen Deckel bezahlt, bei Dir lief es gerade nicht so gut, sagtest Du.
Wirres Zeug hast Du geredet. Ganz schön wirres Zeug.
Irgendwann bist Du dann aufgestanden, zogst Deine lächerliche Felljacke über und bist gegangen. Einfach so. Als Du weg warst, dachte ich zurück an die 90er. An die Dennewitzstrasse, an die ganzen Partys. Du warst immer überall. Manchmal gleichzeitig. Wie hast Du das nur geschafft?
Wir wollten mal zusammenziehen, weißt Du noch? Eine WG gründen. Irgendwie habe ich aber kalte Füße bekommen.
Der Rum Trader, Herr Scholl und seine Sprüche.
Von der Höhe eines Barhockers lässt sich wunderbar die Welt verachten.
Cafe am Neuen See im Sommer. Franks Tod.
Das ist alles Jahre her.
Wir haben uns irgendwann aus den Augen verloren. Jeder macht halt sein Ding irgendwann.

Oder?

Rest in Peace, mein Lieber.

05.01.09

new religion


the note on the wall is a clueless call
for help in the weakest hour
if she only could see what she meant to me
and that chance was a useless coward

was i the only one who came undone
has perfection kissed you a thousand times?
i consider this closed before i impose
and thoughts water down my lines

the white in my brain is driving me insane
as i was clinging to a narrow plank
when i stared at my shoes, accepting the truth
that the ship already began to sink

long before
years before

you weren't even here

03.01.09

Nachrichten aus einer besseren Welt, Teil 2

(dpd)Sibylle Weischenberg, Klatschreporterin und Kolumnistin ist in der Nacht zum Dienstag bei einer Charityveranstaltung in Osnabrück von einem roten Teppich angegriffen worden. Zu Schaden kam sie dabei nicht, jedoch verstarb der vor Ort anwesende Notarzt auf dem Weg ins Krankenhaus an schweren Verletzungen des Trommelfells. Weischenberg konnte noch in der gleichen Nacht das Hospital verlassen. Sie trug dabei ein rotes Cavalli-Kleid, das unversehrt in den Kostümfundus des MDR zurückgebracht werden konnte. Weischenberg gab gestern bekannt, sich beruflich zurückzuziehen und Ihre Karriere zu überdenken. Der rote Teppich wurde nach einem polizeilichen Verhör wieder auf freien Fuß gesetzt und mit dem Preis Für Zivilcourage des Landkreises Lummerland ausgezeichnet.

02.01.09

Glücklich in der Debilität

Wenn man die Kraft und das Wissen aufbringen kann, Lust in der Bedeutungslosigkeit zu finden, hat das meinen ganzen Respekt verdient.