19.11.09
GOAT
DER WESTEN, AM MORGEN
Übernachtungen auf dem Kurfürstendammbürgersteig in teuren Survivalexpertenzelten aus Weltraumnylon: Die ganze Nacht, den ganzen Morgen.
Endlich bevölkert, endlich Menschen.
Es gibt Leben auf dem Mond. Wir haben es immer gewusst.
In Charlottenburger Strassen riecht es mittags nach Rotkohl.
Neben mir, so unruhig, so sehr nicht unstet, so gefährlich, so zerbrechlich, so vage, so sehr Traum.
18.11.09
17.11.09
STYROFOAM NUCLEUS
then laid up with depression
but the scent of hers
is a controlled sustained release
Lying in state on a twin size bed
in a world built with concrete
with a styrofoam nucleus
the loveliest raider
firm and complete
it's the hermits, the leos
the neo crusader.
14.11.09
NACHRICHTEN AUS EINER BESSEREN WELT, TEIL 7
Hans Kollhoff:lebenslänglich
Tom Tykwer:lebenslänglich
Michael Mittermeier:lebenslänglich
Xavier Naidoo:lebenslänglich
Stefan Raab:lebenslänglich
Elton:lebenslänglich
Sonja Kraus:lebenslänglich
Silbermond:lebenslänglich
Juli:lebenslänglich
Hans Stimmann:lebenslänglich
Ingeborg Junge-Reyer:lebenslänglich
Tagesspiegel:lebenslänglich
Morgenpost:lebenslänglich
Horst Lichter:lebenslänglich
Tim Mälzer:lebenslänglich
Thomas Gottschalk:lebenslänglich
Sybille Weischenberg:lebenslänglich
Bully Herbig:lebenslänglich
Thomas Kretschmann:lebenslänglich
Die BILD - Zeitung wurde freigesprochen
TATTOOS UND LANGE HAARE
13.11.09
THAT, AND YOU
I miss so many sights
The warm dry capetown nights
When bays are sprayed with morning dew
When all i need is that and you
I’m longing for the days
When i recalled my childhood
When playfulness erases blue
Just like the way you do
Driving muscle cars at night
A smalltown boys’ delight
When fields were sprayed with morning dew
12.11.09
GUTEN MORGEN
Ideophobie, Kremnophobie
Felinophobie, Geliophobie
Tremophobie
Catoptrophobie
11.11.09
JEDEN TAG
09.11.09
20+2
Nackt, oder blank, stehend
Fallend, niederkrachend
Keine Grenzen mehr
Nichts ist von Dauer
Erst blind, dann sehend
Fühlend, wieder lachend
Endlich alles fair
RIESENSCHNAUZER
bitte hören sie auf.
Sie sind kein guter Koch. Sie nerven. Kennen sie
Tim frische Waren aus der Region ohne Schnick Schnack Mälzer? Der kann auch nicht kochen. Herr Lichter, sie sind im Fernsehen, können aber nicht sprechen. Wie Tim Mälzer. Ich verstehe das nicht. Ich verstehe das wirklich nicht. Sie blubberndes Stück Butter aus dem Rheinland treten auch in Quizshows auf. Wie Tim Mälzer. Wissen aber nichts. Grinsen mehr als Mälzer lispelt.
Sie fummeln mit dem Lafers, der tolerante Altherrenschwulenwitz.
Kommt da noch was? Ich denke nicht.
Bitte hören sie auf.
08.11.09
ABER ICH FÜHLE
Und dann sind es Grüppchen oder Gruppen oder Völker und sie amüsieren sich an Orten, an denen sich andere niemals amüsieren können und man sieht ihre Bilder von schnellen Autos und großen Flaschen, die ein Mann kaum tragen kann und sie feiern, doch man weiß nicht was. Und sie lachen, sie lachen mehr und größer und breiter als andere jemals falsch gelacht haben und sie sind alle gutaussehend, zum sterben schön sind alle, ausnahmslos schön sind alle bevor sie langsam verschwinden in ihre Lofts mit dem Garagenstellplatz und der großen Einbauküche und einer Couch auf der man tatsächlich liegen kann und sie lachen, während sie nun dort liegen und alles ist mächtig imposant, auch die kleinen Details sind mächtig imposant und alles hat so viel Seele und war bestimmt auch verdammt teuer, doch das ist hier nicht so wichtig. Hier, in der perfekten Welt, werden sie nicht leiden.
07.11.09
06.11.09
EINE ART ERKLÄRUNG
"Am Abend, kurz nachdem er die letzten von vielen leeren Gedanken zu Ende gedacht hatte, tat er das, was er immernoch am besten konnte. Er ließ sich fallen, er ging zu Boden. Sein Bett federte den Sturz ab, dieses Mal. Es roch fremd, dieses Bett, aber nicht unangenehm. Er begrub sein Gesicht in den alten Kissen und griff um sich, nach links, nach rechts, immer wieder, aber ausser weiteren alten Kissen bekamen seine Hände nichts zu fassen, so sehr er seine Arme auch ausstreckte. Die Augen konnte er nicht schließen, nein, das konnte er nicht. Ich laufe sonst Gefahr, einzuschlafen, dachte er. Alles, nur nicht einschlafen.
Dann: Der immer wiederkehrende Traum.
Ein Schrei.
Ein Morgen.
Eine Zeitung.
Eine Anzeige.
Die Leute sind schlecht, hatte sie immer gesagt.
Die ganze Welt ist voll mit denen.
Du mußt schon genau hinsehen, hatte sie immer gesagt.
Du mußt dich mit den Guten verbünden, hatte sie immer gesagt.
Dann kann Dir nichts passieren.
Es war erst vier Uhr am Morgen, als er wieder die Augen öffnete. Ein langes Haar auf seinem verschwitzen Gesicht.
Vier Uhr.
Langsam drückte er sich aus dem Bett mit den alten Kissen hoch und begann sich anzuziehen. Grundlos, so wie er sich auch Stunden später grundlos angezogen hätte. Er war nervös. Er war müde. Müde, zu verlieren.
Simon de Pury, auch nur Idioten dagewesen.
Der Kurfürstendamm in Berlin ist morgens um fünf leer und ausgestorben. So mochte er ihn am liebsten: Ehrlich. Er kramte in seinen Jackentaschen nach Zigaretten.
Die Nobelboutiquen weiter unten machen nachts auch nicht weniger Umsatz, dachte er.
Eine Stunde lief er die verwaiste Straße rauf und runter und nicht ein Mensch war zu sehen und auch kein Auto und die Ampeln schalteten gelangweilt von Grün auf Gelb auf Rot und wieder zurück.
Crême Bruleé, immer wieder.
Es war viel passiert, im tiefsten Grau der hässlichsten Stadt der Welt. Er klammerte sich an jedes Wort, an jede Berührung, an jedes Lächeln, an jeden Herzschlag in ihrer Gesellschaft.
Dann ein Blick in den grauen, schwarzen Himmel:
Ich glaube, ich habe einen Verbündeten gefunden, Mutter."
LMAA
MTV reibt sich die Hände und bedankt sich bei Facebook und Co. für so viel kostenlose Werbung...
Hunderte Updates vermüllen die Seite und verwackelte Fotos von leeren Rängen ("Die Halle füllt sich!"). Habt ihr denn nichts besseres zu tun? Sind das Eure Höhepunkte?
In der Mehrzweckhalle dann: David Hasselhoff und Tokio Hotel.
Umschalten.
Rock'n Roll geht halt nicht in Deutschland - wann lernen wir das endlich? Und wie kann ein Sender seine Preisverleihung als wichtigsten Europäischen Musikpreis ankündigen wenn man sich in der Realität schon längst in andere Richtungen verabschiedet hat? Ist das legitim? Selbst 3Sat zeigt mehr Musikvideos als MTV.
Und in der Mehrzweckhalle turnen Sänger über Bühnen, aus deren Holzbrettern schon morgen Transportkisten für den Berliner Zoo gezimmert werden. Meine Güte.
31.10.09
RATLOSIGKEITEN
zum in die Falle gemarkmedlockten
Talkshowdownsyndrom
Wo ist mein Fetenhitseschild?
Auf der Sucht.
Oppenheimer, wir brauchen dich!
Das finden 81%
der Glamour-Leserinnen
leider nicht.
30.10.09
DIE LETZTE GROSSE SCHLACHT
Er kannte sich aus mit Taktiken. Waffen. Zu großen Schlachten. Mit Verwundungen. Mit Verletzungen. Mit Tödlichkeiten.
Die letzte große Schlacht schlug er. Er war in der Überzahl, er war sich sicher. Er war immer in der Überzahl gewesen, schon damals. Aber seine Reihen waren niedergekämpft, dezimiert und verängstigt.
Die letzte große Schlacht schlug er und diesmal mußte er gewinnen. Er mußte dieses Mal mehr gewinnen als all die Male zuvor.
Seine Stellungsfehler waren bekannt, aber nicht ausgemerzt. Die Schwachpunkte waren gekennzeichnet, aber nicht ausradiert. Er wußte, dass er nicht sterben würde, falls er verliert, aber er würde seine Waffen strecken, aufhören, weggehen, auswandern, resignieren, den Geist des Kampfes abwaschen.
Die letzte große Schlacht schlug er und der letzte Kampf war lohnend.
Mit zittriger Klinge redete er, siegesunsicher. Doch er brauchte ihn, den Sieg. Nur dieses eine Mal.
28.10.09
KÄMPFE DER WOCHE
vor gegen zurück
weinen gegen lachen
freiheit gegen glück
träumen gegen denken
sorgen gegen sorgen
nehmen gegen schenken
heute gegen morgen
24.10.09
INSOMNIA
auf dsf die menscheit kaum versauen
und du wachst um vier uhr nachts,
um den schlaf gebracht,
mit kalten klauen im knarzenden gestell,
von draussen s-bahn und gebell
von anderen hunden dieser stadt:
mann, wie hast du nächte satt.
der schlaf war dünn und kaum,
nicht die allerkleinste spur.
fünf stunden ohne traum.
dann, doch endlich:
sonnenaufgangsflaum
21.10.09
17.10.09
REVIER
15.10.09
KÄLTE
Frühstücksfernsehen
Sybille Weischenberg,
das blonde, dumme, alte Stück.
Auch der Rest hilft beim Aufstehen:
Instantkaffee, der wie alter Tee schmeckt.
Raus, der erste Schnee
Der Wind fegt Flocken durch die Strasse,
groß wie Kürbisse.
Die Garagen sind platt, keine Noteinkäufe mehr
um vier Uhr morgens
Kein billiger Wein und Zigaretten
Sie bauen dort nun ein Hotel
hat man mir gesagt
Mit Lochfassade
das sei so sicher
wie sie R'nB in Sonnenstudios spielen
Kragen hoch, weiter geht's
nicht mehr
12.10.09
LICHTHITLER

Atemberaubend, denke ich, als ich auf das schiefe Campingdach des Sony-Centers blicke, das abwechselnd beleuchtet wird, in rot und blau, wohl ein verzweifelter Versuch, die Architektur doch noch interessant zu machen, doch wie soll man das schaffen, durch bunte Lampen sicherlich nicht, denke ich. Eine gefährliche neue Welle ist dies, und das Discosony-Center war nur trauriger Vorreiter, denn immer mehr Neubauten bestechen durch geschmackloses Leuchtfarbenspiel an oder in Fassaden, als letztes Mittel, den Blick der Passanten doch noch in die richtige Richtung zu lenken, doch wird hier lediglich die Kotzrichtung präzisiert.
In Berlin gibt es immer einen Ort, der noch hässlicher ist, als der, an dem man zuvor war und das macht Berlin so besonders, einzigartig. Damit sollten die Tourismus–Experten werben. Stattdessen lese ich Schlagzeilen über die unerträglichen Weihnachtsmärkte: BERLIN HELLER ALS NEW YORK! Ich kann mir die New Yorker vorstellen, wie sie zitternd in Ihren Häusern sitzen und Angst bekommen, Angst vor Lichthitler und mit der Nationalhymne auf den Lippen jedes verdammte Licht in ihren Appartements anzünden, um den Deutschen die Stirn zu bieten.
MONTAG
Nachtprogrammhorror.
Ausmerzen, bereinigen, neumachen, austauschen. Raab vierteilen.
Neustart.
Wir haben doch Sehnsüchte.
10.10.09
BILDET KEINE ROTTEN!
sonnengötter des irdischen schattenreiches
ihr bringt weisheit und bizeps, humor und brüste
rottet euch zusammen für bilder
warum rottet ihr euch zusammen
eure schönheit ist so vulgär
08.10.09
KEIN AUSGANG

Ich war schon einmal hier, dachte er.
"So. Klar, ich weiß Bescheid. Hallo? Hören sie mich? Nun gut. Also, passen sie auf.
Ich hatte das Gefühl, das es reine Reiselust gewesen war, die sie nach Berlin gelacht hatte. Ich zeigte ihr ein Museum, da muß man nicht viel reden, hatte ich mir gedacht.
Ich ging auf Nummer Sicher, das hat noch niemandem wehgetan. Abends ging man essen, natürlich in ein Restaurant, das sie kannte und mochte. Ich hielt es also mit Konrad Adenauer: Keine Experimente. Das hat er doch immer gesagt, damals, oder? Nicht das ich mich da auskenne, aber das ist irgendwie hängengeblieben bei mir.
Trotzdem verschwand sie ein paar Stunden später wieder. Warum sollte ihre Reise auch gerade in Berlin zu Ende gehen, wissen sie? Ich bitte sie, Berlin! Nein, Berlin ist keine Reise wert. Ist nichts. Das ist ihr wohl auch bewußt geworden, nachher.
Mögen mochte sie vieles. Eine Bar. Vielleicht kennen sie die sogar. Kennen sie Clubs in der Stadt? Ich meine jetzt so, naja, Diskotheken nannte man die früher.
Doch dann hatte ich das Gefühl, das es nur ein Film war, der sie nach Berlin gespielt hatte. Inszeniertes Umherirren, ein fremder Mann, eine fremde Stadt. Aber Berlin ist keine Reise wert. Ist nicht Tokio. Ist nichts. Die immergleiche Bar, zuviel Zigaretten. Kein Tabledance, kein Karaoke. Nur Berlin. Hatte sie das am Ende etwa überrascht? Man sagt: Am schnellsten verliert man etwas, wenn man es zu sehr möchte. Aber ich hatte nur einen Tag. Ich hatte einfach keine Zeit. Berlin ist keine Reise wert. Ist nichts."
Ihm war kalt, schon wieder.
Die Farbe der Löwen ist die Farbe Afrikas ritzte er mit seinen Nägeln in das weiche Holz des Tisches.
"Und dann hatte ich das Gefühl, das meine Stimme sie nach Berlin geflüstert hatte. Hören sie? Und ein paar zusammengeglaubte Zeilen Vorstadtpoesie.
Doch schnell: Warnschüsse. Angst vor Erwartungen, die den Horizont von Molkereiprodukten überschritten. Komm sofort her hatte sie mir mal geschrieben. Aber es ging dann irgendwie in die falsche Richtung. Sicher kam sie mit großer Erwartung in diese Stadt. Aber ich habe sie nicht erfüllen können. Ich bin einfach.
In einem runden Raum saßen wir, um uns herum überlebensgroße Bilder von Marlene Dietrich. Die hatte damals einen Koffer in Berlin, wissen sie? Doch Berlin ist keine Reise wert. Ist nichts."
Er stand auf, rückte den Stuhl unter den Tisch und strich seine Jacke glatt. Als er sich umdrehte und zur Tür gehen wollte, stolperte er fast über das fingerdicke Kabel, das vom Mikrofon zur Wand führte. Er hielt inne, bückte sich, hockte dann und folgte kriechend dem schwarzen Gummi, bis er fast mit dem Kopf an die Wand stiess. Das Loch war viel zu groß und hätte locker zehn Kabeln eine Öffnung bieten können. Tiefer bückte er sich nun und schaute hindurch. Das Kabel führte auf der anderen Wandseite auf einen Tisch zu und endete in einem darauf befindlichen Mikrofon. Der Stuhl jedoch war leer. Dann hörte er eine Tür ins Schloss fallen.
07.10.09
06.10.09
SELBSTVERSUCHTES NICHTVERMISSEN
Doch ich weiß, ich würd's bereuen: selbstversuchtes Nichtvermissen. Man weiß: die Quadratur des Kreises und Träumerei mit rosa Brille. Drum sag mir schnell was extra Leises und überwinde Deine Stille. Ich konnt halt nur versuchen mich nicht elends zu verbiegen! Bauchgefühltes nicht verfluchen. Auch Vernunft darf niemals siegen. Wie auch immer, blah blah blah, die Geschwindigkeit ist der Trick. Das Klischee halbgar für eine Diebin auf den ersten Blick.
HILTONLEITER
Die aufdringlich den Mann umgarnen!
Umkrallt die Hand das Schampusglas!
Und nicken kurz: „Ich glaub das war's!"
STELLUNGSKRIEGE IM SITZEN
Zumindest die Vergangenheit scheint bewältigt,
was ja irgendwie auch ein Ergebnis ist, zumindest auf dem Papier.
Ansonsten: viel Schweigen und viel Erklärtes.
Alles schon mal dagewesen, nur nicht so neu.
Bedacht bis in Details.
Dieser Berg nimmt kein Ende.
"Es wird auch viel hineininterpretiert, wissen sie?"
Widersprüchlichkeiten.
"Es sind dann doch zwei Welten, wissen sie?"
Zigarettenrauch in dunklen Kinos.
(November 2007)
05.10.09
EXSILIUM
beiges Leder, Laugenbrezel
Ich mag, was sich bewegt
Doch bin mir selbst das größte Rätsel.
02.10.09
KITSCH 101
das Xhosa, die Stimmen, die Schreie, das Schluchzen, das große Lachen, die Sehnsucht, das Machen, die Wurzeln, das Eine, den Ursprung, das ich, das wir, das alles nur hier.
ESTABLISHING SHOTS
Nacht / Aussen / Tunnel / Totale
In einer Unterführung nahe Unterföhring, zittert ein geführter Spaniel aus Mitteleuropa Hand in Hand mit einer katzenallergischen leopardenfelljackenbezweifelnden Nachtarbeiterin.
Tag / Innen / Büro / Overshoulder
Auf der anderen Seite der Welt lauscht ein ebenso katzenallergischer Mensch anderen Geschlechts dem Gejaule von singenden Aalen, vorgetragen durch eben diesen mitteleuropäischen Hund, der nichts von Chanel trägt außer Ihrem Vornamen.
Tag / Innen / Auto / POV Fahrerin
In einem sich auf tschechischen Verkehrswegen befindlichem bayrischen Automobil lauscht später wiederum die katzenallergische Nachtarbeiterin der von dem auf der anderen Seite der Welt wohnenden Katzenallergiker zusammengestellten Tonspur.
Nacht / Innen / Bett / Halbnah
In einem Ostblockhotelzimmer ohne nennenswerte Aussicht trinkt sie ein Bier.
Kamera zieht auf, Haus, Häuser, Strassen, Viertel, die Stadt, das Land.
Abblende
Hier erst beginnt der Film.
28.09.09
KANT MEINT
Antriebslos: Abendlos, Ausgehlos
Nietenzieher
Losbude, Schiessbude (Leben eher krude)
Herzenslude, Blackberry-Ablenkspule
Herz kaputt
Canossa-Geher
Trotz Innensechskantschraubendreher
27.09.09
NACHT DREI
hat sich um den schlaf gedacht
das lächeln unter klinkerwerk
der diamant im extraberg
im dreck und staub und bettelarm
macht sich die gedanken warm
und schmal und dünn und dunkel
schimmert der karfunkel
23.09.09
681105546
22.09.09
STATT HERMANN
so weit entfernt von Gewürge und Getalke,
kaum empfangbar hier, im Fernsehen nur: deutsche Minderheit.
Synchronisationen eine Seltenheit,
hier darf man noch geniessen,
hier kennt man noch: Geschmack.
Die Postille aus der Heimat kommt nur als Fotokopie per Fax:
Hertha hat verloren,
Anschlagswarnung,
Nein zur Ampel,
2 Schläge nur für Ude.
Es ist so angenehm, so weit entfernt von Deutschland.
19.09.09
NACHT 101 / 2003
(Aus: Wann ist Schluss?)
BUCHAREST
17.09.09
RUSSIAN STANDARD
fleischgewordene Douglasfilialen
20 Zentimeter weite und Entfernte,
um Champagnergläser bettelnde,
Miniröcke auf roten Ohrensesseln
Zweifelhafte Vergnügen Suchende neben
belesenen, schaltragenden Halbglatzenintellektuellen
die nur recherchierend Kontakte knüpfen
nach fesselnden Knebelverträgen
die 60 Minuten dauern könnten
An- und Ausziehen inklusive
Noch ein Wodka, der nicht hilft
8cl und wieder nichts gelernt
Die Verführung der Distanz
ist Hunderte Kilometer weit entfernt
Das Betteln wird lauter
Die Intellektuellen immer intellektueller
Sehen heiße Ohrensessel
Und ich denke nur ans Nachtprogramm
Nicht dann und wann
sondern jetzt und seitdem immer
15.09.09
ES GATE WEITER
Im Travelshop im Flughafen Tegel wurden die Spielzeugflugzeuge, mit deren Original ich jetzt fliegen muss, aus dem Sortiment entfernt. Also kaufe ich stattdessen eine Packung Kaugummis und gummikaue gegen meine aufkeimende Nervosität an. Tegel: Wie immer. Rollkoffer, schlechtsitzende Anzüge, Prolls.
Im Handgepäck zwei Feuerzeuge, die entweder unentdeckt bleiben oder einfach keine Sau interessieren. Ostblockterminal D, morgens um 8. Am Gate warten 10 Reisende. Ich tippe also auf Propellermotoren. Den Namen der Fluglinie kann ich nicht aussprechen. Ich mag diese Furcht nicht, aber für einen Wodka ist es irgendwie noch zu früh.
14.09.09
RELATIV:THEORIE
Lalelu
Morgen, Hardenbergstrasse, Busfalle
Blablabla
Mittag, Taube, Vögel, Brücke,
eine Lücke, eine Lücke.
Vermisst wird: Ein Foto mit Stimme.
Abend, Brombeeren, Nachrichten
10.09.09
08.09.09
24 STUNDEN BERLIN
24 Stunden in Berlin. Echtzeitdoku. Die Normalitäten der Stadt. Warum dann filmen? Wer will das sehen? Ich filme doch auch kein Hund beim kacken!
Langeweile, 24 Stunden lang. Eine einfache Familie (ein Tisch wird gedeckt), eine Schwangere im Krankenhaus (wartet auf die Wehen). 24 lange Stunden. Aber Berlin ist international! Beweis gefällig: Wir sehen einen französischen Journalisten in seiner Wohnung am Gendarmenmarkt. Wo sonst. 24 lange Stunden.
Ok, ich hab vielleicht insgesamt nur 30min zugeschaut. Aber in diesen 30min hat sich 29 mal die erste Minute wiederholt. 24 Stunden lang.
07.09.09
IMPASSE

The President: "It was all worth it. An absurd notion. The first hours after all those nebulous, anonymous nights in vigil coma." He: Strolling on. " A beat under my chest. Sensing love where there will never be love again. Different levels, a notion, too absurd to come true."
Grinning. "It was all worth it. I missed it. I will miss it. You see, any man would be under her spell." Knock knock knock: Wake up.
06.09.09
OHNE WORTE
Wie lange tröstet Sex über den Verlust von Liebe hinweg?
Und was wenn der Fall nicht wirklich durch den Boden gestoppt wird?
Und wenn, was kommt danach?
Warum ist am Tag die Sicht auf jene Dinge klarer, die in der Nacht gar nicht existieren?
Und ist der Wille zur Kapitulation ein Zeichen von Stärke?
04.09.09
KAPITULATION
Am Ende des Tages nur noch Lachen, nein, Lächeln. Am Ende des Tages nur noch Lächeln. Man kennt sich doch - natürlich. Natürlich ist doch gut, oder? Ein Schal, locker um den Hals, das T-Shirt glänzt mit weitem Ausschnitt. Ein legerer Look. Pressefotos, vielleicht.
"I can grow a hunchback, castle-shaped, with a mob of backhair that looks like little people."
03.09.09
NKOSI SIKELEL' IAFRIKA
Ningekuoa mali we, ningekuoa dada
Nashindwa na mali sina we, Ningekuoa Malaika
Pesa zasumbua roho yangu
Nami nifanyeje, kijana mwenzio
Nashindwa na mali sina we Ningekuoa Malaika
Kidege, hukuwaza kidege
Ningekuoa mali we, ningekuoa dada
Nashindwa na mali sina, we Ningekuoa Malaika
Malaika, nakupenda Malaika
Ningekuoa mali we, ngekuoa dada
Nashindwa na mali sina we, Ningekuoa Malaika
WILD
(Zitat einer noch lebenden Person)
01.09.09
31.08.09
BLUES IN DER KÜCHE
28.08.09
STEREOTYPE
26.08.09
BLAH BLAH 101
Dismissed
Next
Rock of love
Flavor of love
Charm school
From G's to Gents
A double shot at love
Rock of love 2
My new BFF
Charm school: Rock of love girls
Date my mom
24.08.09
DAS GESTOPFTE SOMMERLOCH
So trifft man sich bei Erdbeeren zum gemeinsamen Männerbriefegucken. Der erste Lemming stellt in Krikelkrakelklaue gleich mal klar: "...aber nur wenn die Bewerbung kostenlos ist!"
Natürlich. Wenn hier einer zahlen muss, dann doch wohl die drei Damen? Alles andere wäre absurd.
Sprecher: "Der Metaphysiker ist Kamasutra - Experte."
Désirée Nick: "Mach ma' Vorspiel vor."
Nach Mission Hollywood und Sommermädchen 2009 das vielleicht letzte große Highlight dieses Fernsehsommers.
SONNTAG
23.08.09
19.08.09
AUA AUA AUA
FISCHLABORDSCHUNGEL
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BERLINBARBERLINTOKYO
EWERKWBM
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TOASTERPOGO
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EIMERSCHIMPANSE
BONBONHANKY PANKY
STRICK
18.08.09
SO GANZ OHNE
So ganz ohne
so ganz ohne Strand und Gedankenlosigkeit
an einem fremden Ort
so ohne Sonne und den Duft von welken Algen,
die schaumumspült in der lauen Brandung sterben
so ohne Fremde, so ganz ohne Fremde
keine Sterne, ohne Himmel.
Wenn Bobby Caldwell im Mount Nelson
ein schlechter Ersatz ist,
aber immerhin Ersatz ist.
16.08.09
GEHT DOCH!

Comedy Central resurrects 'Futurama'
June 09, 2009 Taking a page from the "Family Guy" resurrection guidebook, the long-canceled Fox animated comedy is returning with an order from Comedy Central for 26 episodes to run over two seasons. "Futurama" creators Matt Groening and David X. Cohen already are working on stories for the new batch of episodes of the sci-fi cartoon, slated to premiere on Comedy Central in mid-2010. The order was preceded by four feature-length original "Futurama" specials: "Bender's Big Score," "The Beast With a Billion Backs," "Bender's Game" and "Into the Wild Green Yonder," which have done well on DVD and on Comedy Central.
(from: HOLLYWOOD REPORTER)
15.08.09
TALENTFREI, PROMI, SINGLE
Damit ist sie aber anscheinend auch nicht glücklich, denn einen solchen sucht sie jetzt. Zusammen mit Sabrina Setlur (die lebt noch?) und Maya von Hohenzollern (die dem Schicksal des Adels entrinnen will: Kreisrunder Stammbaum) will sie einen Mann von SAT 1. Oder Freund, Stecher, was wissen wir denn schon. Wird sicher total interessant, solange nicht über Fortpflanzung nachgedacht wird. Da würde der Spass echt aufhören, ehe er überhaupt angefangen hat.
WWW.DE.COM/NEIN
12.08.09
2008
Sie trug Gucci.
Der eckige Kopf, die schmalen Lippen, die wie schnelle Pinselstreiche ihr Gesicht durchstrichen, das alles zeigte nichts und niemanden.
Dürr.
Er kochte oft, sie ließ das kalt.
Ihr ständiges Unterstreichen ihrer Einfachheit wurde ihm zu kompliziert. Rheinland, halt.
RETURN TO SENDER
glucklich sein, ich meine ohne andere Menschen? Wir, ich spiele auf Menshen an, sind soziale Geshopfe und konnen nicht wirklich glucklich ohne das Andere sein. Die meisten von Menschen leben das ganze Leben ohne ihre Halften zu treffen!!! Also, warum versuchen wir nicht, mit jemandem, der nicht in der Nahe von uns ist, Umgang zu haben? Und vielleicht auf unser Shicksal zu stossen? Warum nicht? Ich habe mich so von Zeit zu Zeit gefragt, also schreibe ich diesen Brief. Ich habe beschlossen, das zu tun oder zumindest zu versuhen. Ich vermute, dass Sie auch Ihr Gluck zu versuchen beschlossen hat, denn ich schreibe das fur Sie! Aber verzeihen Sie mir,bitte, fur meinen langen Brief - ich wollte nur offenherzig sein. Ich habe so viele Gedanken und so wenig Zeit sie zu aussprechen... Wenn Sie fur meinen Brief sich interessiert - schreiben Sie mir, bitte, auf meine E-Mail Adresse! Aber ich muss Sie davor mahnen, dass
das Internet wie 'ein Ozean der Welt' unserer Zeit ist und Es gibt sehr viele gefahrliche Kreaturen dort. Ich meine, die Menschen nutzen das Internet, nur daran Vergnugung zu finden und mit anderen Personen anonym zu spielen. Ich mochte sagen, dass ich ernst und meine Worter sind aufrichtig. Ich mochte einen wirklich interessanten Kerl und keinen Joker oder Kriminellen treffen, Kennen Sie das Sprichwort - unabhangig von einer Person suchen, werden sie auch finden? Ich denke, dass es ein sehr kluger und wahrer Satz ist. Das ist der Grund, warum bitte ich Sie, wenn Sie mochten nicht die Kommunikation mit mir haben, und wenn Sie mochten uber mich einen Streich spielen - verschwenden Sie, bitte, meine und Ihre Zeit nicht! Ich bin offen fur alle Arten von positiven Beziehungen, aber nicht fur die negative. Wenn Sie wirklich dafur sich interessiert, mit mir zu verkehren, und wenn Sie mir antworten - ich bin froh, Ihnen wieder zu schreiben und auch mein Foto zu senden. Ich warte auf Ihre positive Antwort mit Ungeduld.
Fast vergessen - meine personliche Adresse ist: springstar8293@gmx.at
und mein Name ist Julia."
10.08.09
KW 33
Dead Kennedys - Holiday in Cambodia
Public Enemy - Caught, can I get a witness?
Tocotronic - Unter der Schnellstrasse
Ben Gibbard - They don't know about us
Eels - Fresh blood
Bloc Party - Skeleton
Scarlett Johansson - Song for Jo
Gene Kelly - Almost like being in love
Jesus and the Mary chain - Just like honey
ES GIBT NOCH HOFFNUNG
Bei Ina Müller wird geraucht, bei "MTV Home" Konzeptlosigkeit weggegackert. Irgendwie funktioniert hier, was woanders scheitert. Dabei kann man nicht mal sagen, worum es hier genau geht. Gäste kommen, man redet, es gibt ein paar Einspieler, das war's. Pubertäres wie "Porno Ping Pong" oder bierseliges Gegröhle in einer Hamburger Hafenkneipe, ein Hauch von Anarchie im deutschen Fernsehen, zwei Einäugige unter lauter Blinden, das ist doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Nicht viel, aber immerhin.
07.08.09
DAS MASS ALLER DINGE
von Saint-Tropez
Gutmenschenmodels!
Ihr nehmt Fotografen mit,
die alles fotografieren
Die sind hip, so wie ihr
Dann chillt ihr am Pool,
geht baden, richtig cool
Mittags schon Champagner,
der Fotograf hält immer drauf
Jetzt sauf und sauf
und sauf und sauf
Auf dem Nachttisch Hermann Hesse
Ungelesen, bis zum Schluss
Denn ständig dröhnen dumpfe Bässe
Im absoluten Überfluß
05.08.09
THE SEVENTH STRANGER / LIBERTAS
Echoes growing in the heart of twilight
They lay back laughing at naivetys star.
Awaken all those whispers,
The dusty shadow of a passing favour
I wouldn't say that you were ruthless or right
I couldnt see from so far.
Was I chasing after rainbows?
One thing for sure - you never answered when I called.
And I wiped away the water from my face
To look through the eyes of a stranger.
Can't tell the real from reflections
When all these faces look the same to me
In every city such a desolate dream.
Some days are strange to number
Some say the seventh sounds a little bit stranger
A year of sundays seems to have drifted right by -
I could have sworn in one evening.
And I'm not seized in desperation,
No steel reproaches on the table from before.
But I still can feel those splinters of ice
I look through the eyes of a stranger.
I must be chasing after rainbows
One thing for sure you never answer when I call
But I believe a little part of you inside of me will never die
For rumours in the wake of such a lonely crowd
Trading in my shelter for danger
I'm changing my name just as the sun goes down
Walking away like a stranger
MY TWO CENTS
Kann das mal einer googlen?
04.08.09
STADT
Hier und da ploppen Erinnerungen auf, Peinlichkeiten, nochmalige Unterschreitungen eines ohnehin schon bodennahen Niveaus, alkoholisierte Kindlichkeiten, Perversitäten,
am Morgen: Grauen.
Emotionsmüll. Abfuhr,
pünktlich wie die Maurer. Weiter geht’s nicht. Hier ist Deine Grenze. Willkommen in Berlin."
03.08.09
ENDLICH EIN ENDE
02.08.09
ACH, DU
Spielst Peiran in leeren Bierkisten
Trinkst Champagner aus Pappbechern
Verschläfst den Tag und schläfst mit der Nacht
Probierst Dein Leben
und verbrauchst
Rauchst
Ach, Du sorgenfreie Jugend
Dein Blatt ist überwiegend weiß
Nimm doch endlich einen Stift
und fange an zu schreiben
Sonst wirst Du uninteressant
Du sorgenfreie Jugend
31.07.09
28.07.09
TARTAROS
Kein Türschild verriet ihren Namen.
Kein Geruch verriet Bewohntheit.
Die Tür fiel hinter ihr ins Schloss und sie löschte das Licht.
Tastete sich vor. Stolperte. Stützte sich ab.
Wieder und immer wieder.
Dies mußte Tartaros sein."
27.07.09
26.07.09
MAN IN THE MIRROR
(aus: BILD online)
21.07.09
TV TIPP DES TAGES
In diesem spannenden Endzeitthriller entwirft Regisseur Tom Tykwer („Hanni und Nanni 8“) ein Schreckensszenario: Aufgrund überfälliger Sicherheitskontrollen bricht in Berlin der S-Bahnverkehr zusammen. Das Ergebnis: Volle Züge, viele Bürger finden in den verbleibenden Zügen keinen Sitzplatz mehr. Bürgermeister Champagne Millionaire (brilliant: Heino Ferch) nimmt das Ruder in die Hand und bewahrt im Alleingang Berlin vor dem Abgrund, der da heißt: Zustände wie in Großstädten.
Sensibel inszeniert Tykwer die dramatische Story und hat sein Ensemble fest im Griff.
„Die S-Bahn-Krise“ gewann auf dem Aachener Filmschützenfest einen Lolli. Mit über 250 Kinozuschauern führt er die Liste der erfolgreichsten deutschen Kinofilme 2009 an.
Einschalten!
19.07.09
17.07.09
DEKLINATION
SIE: Für was ist Fernsehen denn noch gut, wenn nicht dafür? Prügeln im Namen des Herrn aber von Trauerarbeit keinen blassen Schimmer.
ES: Welche Drogen nehmen TV Redakteure?
WIR: Das möchte ich auch gerne mal wissen.
IHR: Der Dash war schon ein guter.
SIE: Naja, auch nur so’n sensationslüsterner Typ, irgendwie.16.07.09
GATTCHEN
Überfliege dich doch nur
Unterschätze mich nicht
Ich bin in der Überzahl
Du hast mich bewegt
Ich lösche den Verlauf.
14.07.09
MOTTOS & ERKENNTNISSE
(aus: Planet Erde)
13.07.09
SOMMERMÄDCHEN, RUNDE 2
12.07.09
09.07.09
CREME BRULEE OVERKILL
08.07.09
HORRIDO DEN DOLBERGER SCHÜTZEN
Stiefeletten in der Grundschule. Mit einem orangenen Klapprad fuhr ich über holprige Feldwege in flirrender Mittagshitze, vorbei am Grab von Walko zu Timberg, später dann eine Schale Kroketten im Dorfimbiss, wo ich mein dürftiges Taschengeld in Centipede investierte. Science-Fiction auf dem Land. Raumschiffe und Trecker. Heimat, eine große, kurze Zeit lang.
Liebeslauben für Schulanfänger. Heuschnupfen. Fledermäuse. Ausgeschlagene Zähne.
Horrido den Dolberger Schützen.
Dolberg
Wo unter´m Pflug die rote Erde bricht,
wo in der Tiefe ruht der Diamant,
da liegt, umrahmt von hohen Bäumen,
ein kleines Dorf, wohl an der Lippe Strand.
Mein Dolberg dich vergess ich nicht!
Des Dorfes Glocken mahnen immer wieder.
Ob freudig hallt Ihr Ruf durch Dorf und Haus,
ob dumpfer Klang von Tod und Trübsal spricht.
Vergiss nicht Brauch und Heimatlieder,
sei treu dem Herrgott und dem Vaterhaus.
Vergiss Dein liebes Dolberg nicht!
Erst in der Fremde wird es klar Dir werden,
wenn Sie auch gibt Dir Arbeit, Brot und Freud;
zur Heimat kann sie niemals werden,
wo ich geboren bin, da zieht´s mich hin noch heut.
Mein Dolberg dich vergess ich nicht!
(Heinz Loermann)

06.07.09
04.07.09
SOMMERMÄDCHEN, RUNDE 1
Es gibt eine Schicht unter der Unterschicht. Zumindest seit heute. Hier hilft auch kein Fremdschämen mehr.
Es wackeln 16 junge Dinger in Spanien durch so witzige Challenges wie „Zelt aufbauen“, „Tauziehen“ und „Luftmatrazenpadeln“. Wenigstens sind ein paar von ihnen gut gebaut und so sieht man wieder einmal über den nicht vorhandenen Sinn hinweg, stellt den Ton ab und schaut ab und zu mal hin, aber nach 10 Minuten geht’s auch ohne Ton irgendwie nicht.
Ich zitiere die Moderatorin: „Wie geil ist das denn bitte?“
Nicht geil, ganz und gar nicht.
Beim Casting zu Sommermädchen 2009 zeigt sich eine knallharte Jury, die einfach alles den Bewerberinnen abfordert:
Mädchen: Hallo. Ich bin xy. Komme grad aus dem Urlaub!
Jury: DU BIST DABEI!!!!
Das sind Bilder, die einen noch lange verfolgen werden. Nach 5 Minuten hat die erste übrigens geheult. So wird das nix mit Sommermädchen, Kind. Ich empfehle eine Karriere in der Escortbranche. Und zwar für alle, inklusive den Moderatoren.
Trash vom feinsten.
02.07.09
01.07.09
UND JETZT: MODE.
Mercedes Benz Week.
Mit Fashion! Oder war es Mode?
Das Zelt! (Draussen ist es auch echt zu warm! Hier jedoch schön kühl!)
Ein paar Touristen werden von der Strasse gezerrt um (gegen Ihren Willen?) im Zelt zu sitzen, Ränge füllen und so (es sind immerhin 10 Fotografen da. Draussen warten 20 Shuttles. Im Foyer 30 Hostessen).
Hoffentlich hört Benz nicht auf zu sponsorn, sonst ist Berlin nämlich nicht mehr Modemetropole.
Die Kollektion (so sagt man doch?) war toll. Im Ernst.
Nach 15 Minuten ist alles vorbei.
Ich steige in den 100er, Richtung Zoo. Herrlich wenig Fashion hier.














