die alte bildzeitung,
von heute morgen,
unter mir, neben mir,
im bett, der messbecher,
randgefuellt mit eis und wasser
danke fuer den vodka /
kommunikation mit fremden/
eloquent, bis zuletzt.
uebersprungshandlungsstrang
gilt als verworren. /
beide haende in die luft,
hinter ihr die flechtlampe.
glueckliches schattenspiel,
fuer einen moment, fuer einen tag,
nur jetzt, gegen das Immer. /
heute: alleine im grossraumtaxi.
Ich will: tatar, tatar. hast du nichts gemerkt?
bis zum aeussersten: mein inneres.
02.04.12
31.03.12
23.03.12
VERLIERERMUSIK
DU UND DEINE VERLIERERMUSIK, WENN ICH NOCH EINMAL UDO LINDENBERG ERTRAGEN MUSS, ERTRAGE ICH NICHTS MEHR / ICH VERLIERE DEN LEBENSWILLEN,
UND WERD MICH BALD BEDÄMMERN / MIT ALLERHAND VON PILLEN / GIB MIR SCHNELL DEN TODESKUSS, WENN ICH NOCH EINMAL UDO LINDENBERG ERTRAGEN MUSS
UND WERD MICH BALD BEDÄMMERN / MIT ALLERHAND VON PILLEN / GIB MIR SCHNELL DEN TODESKUSS, WENN ICH NOCH EINMAL UDO LINDENBERG ERTRAGEN MUSS
19.03.12
BERLIN, ES DROHT DER FRÜHLING
der alte fritz aus charlottenburg, der geschrumpfte dietl, steinalt und blass ist er und schaukelt schon lange nicht mehr in die paris bar fuer ein bier und zwei geschichten ueber den pianisten von rolf eden, nach dem krieg, in westberlin
musik spielt man immer nur fuer einen menschen
in der ubahn (schon wieder ubahn) sitzt neben mir eine frau, die ausgeschnittene und aneinandergetackerte lebensmittelsonderangebote studiert. nutella, fanta, sowas. sie wirkt sehr nervoes.
musik spielt man immer nur fuer einen menschen
in der ubahn (schon wieder ubahn) sitzt neben mir eine frau, die ausgeschnittene und aneinandergetackerte lebensmittelsonderangebote studiert. nutella, fanta, sowas. sie wirkt sehr nervoes.
13.03.12
APRIL
der es braucht,
will es nicht nehmen
und der es will
will's lieber stehlenso stehst du dann vor schokoosterhasen
und weisst nicht wer sie kriegen soll
denn insgesamt ist diese zeit
ja nicht besonders wundervoll
VON DEM GLÜCK NICHT IMMER PECH ZU HABEN
Das Gesicht spricht hundert Lederbände.
Im Restaurant für Dicke, Das Phantom, der Ober
Keiner der hier sitzt hat Ahnung,
wer er ist. Keiner hier hat einen Schimmer
Warum muss Wein geprobt werden?
Warum trinken sie nicht einfach?
Blutüberströmt
Durchdacht
Mitten in der Nacht
Finger hasten
über Tasten
Makrosprosse auf Nährboden
Hundert Männer trampeln nieder
Was ich vorher sanft gewässert
und immer wieder diese Lieder
ich hätte gern den Text verbessert
Im Restaurant für Dicke, Das Phantom, der Ober
Keiner der hier sitzt hat Ahnung,
wer er ist. Keiner hier hat einen Schimmer
Warum muss Wein geprobt werden?
Warum trinken sie nicht einfach?
Blutüberströmt
Durchdacht
Mitten in der Nacht
Finger hasten
über Tasten
Makrosprosse auf Nährboden
Hundert Männer trampeln nieder
Was ich vorher sanft gewässert
und immer wieder diese Lieder
ich hätte gern den Text verbessert
06.03.12
D
geh doch zu deiner pre-opening eröffnungssache mit mitgeschicktem bändchen, das die aufschrift trägt, die du so willst, so eng, dass es dir den puls durchsägt, das herz schlägt lang nicht mehr und die grosse enttäuschung, wenn du nicht durchgegrüßt wirst, am eingang, der türsteher kennt dich doch, ist so ungeheuer - denkst du und dann drinnen, nach einer ganzen ewigkeit, alles nur verwittertete gesichter und milchige mundwinkel, die nach oben zeigen, verkrampft und verbittert und bekannt und die hand führt den arm in die nächste begrüßung, umarmst einfach jeden und alles und keiner wird entkommen, denn es sind zu viele, die den weg versperren hier, flüchten ist unmöglich. es sind die nutten, flittchen, ja-sager, alkoholiker, suchende, fluchende, lachende und heulende die hier fehlen.
DIENSTAGS
der stadtraum, wenn er dunkel wird,
läßt dir leider auch gelegenheit,
dich nochmal neu zu äussern.
wie verzweifelt habe ich die
altbauwohnung abgesucht
nach verstecktem
essbaren
nach einem riegel schokolade
marathon der trilogie
und dann direkt in die südsee
überall pizza essen
ausser an tischen und in restaurants
und sich beschweren über dinge
die man heimlich liebt.
läßt dir leider auch gelegenheit,
dich nochmal neu zu äussern.
wie verzweifelt habe ich die
altbauwohnung abgesucht
nach verstecktem
essbaren
nach einem riegel schokolade
marathon der trilogie
und dann direkt in die südsee
überall pizza essen
ausser an tischen und in restaurants
und sich beschweren über dinge
die man heimlich liebt.
29.02.12
15:00
nicht zu viel / zu oft / Geräusche hören über Ohrlautsprecher / in gelben Waggons / in grauen Städten / das alles lenkt nur ab / und ist keine Ablenkung / wenn entgegenkommende Einbahnstrassen / zu Sackkassen werden / über Untergrundbahntrassen mit Anwohnermassen / im Feierabendverkehr
22.02.12
FLANELL UND ANDERE DÄMMSTOFFE
er ist unter rehaugen getreten
in aller lebensmuedigkeit,
ins gesicht gesprungen
mit ungesunder eitelkeit,
mit zentnerschweren koffern
in stark verkrampften haenden,
mit zitternder entschlossenheit
in grauen alten lenden,
hat morgens still im raum gesessen,
hoerend auf ein zeichen,
und wusste doch, bei allem willen,
das wuerde hier nicht reichen
stundenlange unterschiede,
falsches kleingerede,
sie wussten doch,
du wusstest noch
von bomben, die ich legte.
in aller lebensmuedigkeit,
ins gesicht gesprungen
mit ungesunder eitelkeit,
mit zentnerschweren koffern
in stark verkrampften haenden,
mit zitternder entschlossenheit
in grauen alten lenden,
hat morgens still im raum gesessen,
hoerend auf ein zeichen,
und wusste doch, bei allem willen,
das wuerde hier nicht reichen
stundenlange unterschiede,
falsches kleingerede,
sie wussten doch,
du wusstest noch
von bomben, die ich legte.
18.02.12
AUF, ZU
"Er wollte doch nie zu Konzerten gehen, weil er es nicht mochte, in die falsche Richtung zu blicken. Hier, wo er gesehen werden konnte, weil er immer im Weg stand, das konnte er gut, im Weg stehen. So blieb er meist fern und blitzte nur ab und zu zwischen Vorhängen hindurch, blitzte auf leere Bühnen aus gelacktem Holz und leeren Gesichtern. Wie sie damals einfach einbrachen in diese Welt. Lächerlich."
14.02.12
BRENNER
Dann kann ich im Auto schlafen und wir frühstücken ein Stück Frühstück an alten Raststätten
und später lese ich dir aus der BILD vor, während Du vortäuschst dich auf den Verkehr konzentrieren zu müssen.
Autobahn, am frühen Morgen, Dunst und fahle, klare 5:30 Uhr Himmel.
Wenn bewegungsunscharfe Nadelwälder links und rechts von uns vorbeiziehen.
Morgen tragen wir dann Sonnenbrillen.
Wenn es nach dem nächsten Tunnel wärmer wird und die Strassenschilder endlich andere Farben tragen, fragen wir nach Wegen und verstehen nichts.
Fallendes Wasser.
Wenn nasse Wellen unseren Schmutz stehlen und trockene Sonnen unsere Häute wellen.
Wenn wir aufwachen, weil wir zum träumen viel zu müde sind.
und später lese ich dir aus der BILD vor, während Du vortäuschst dich auf den Verkehr konzentrieren zu müssen.
Autobahn, am frühen Morgen, Dunst und fahle, klare 5:30 Uhr Himmel.
Wenn bewegungsunscharfe Nadelwälder links und rechts von uns vorbeiziehen.
Morgen tragen wir dann Sonnenbrillen.
Wenn es nach dem nächsten Tunnel wärmer wird und die Strassenschilder endlich andere Farben tragen, fragen wir nach Wegen und verstehen nichts.
Fallendes Wasser.
Wenn nasse Wellen unseren Schmutz stehlen und trockene Sonnen unsere Häute wellen.
Wenn wir aufwachen, weil wir zum träumen viel zu müde sind.
10.02.12
FREITAGS
Wenn es nicht die Rocky Mountains sind,
an einem Sonntag im Bett, was dann?
Wenn es draussen stürmt und grauer wird,
wer singt dann für dich,
im ZDF, an einem Nachmittag
im Dezember, Dan Haggerty?
Wer bringt dich nach Hause,
wenn Du schon im Bett liegst?
an einem Sonntag im Bett, was dann?
Wenn es draussen stürmt und grauer wird,
wer singt dann für dich,
im ZDF, an einem Nachmittag
im Dezember, Dan Haggerty?
Wer bringt dich nach Hause,
wenn Du schon im Bett liegst?
08.02.12
ALS DIE SCHEISSE DEN VENTILATOR TRAF
die mittelalte dame schraeg/gegenueber traegt eine so unfassbar haessliche brille, dass es sich nur um eine kuenstlerin handeln kann.
Ich sitze hier und sehe aus.
/
orange in den haaren, gloria und jubel, der nachtkonsum muss leben.
die unfassbaren eigenbilder liegen in den wehen
anleitung zum nichtigsein, ohne zu verlieren
deine monochromen neonlichter schlagen auf die nieren.
Ich sitze hier und sehe aus.
/
orange in den haaren, gloria und jubel, der nachtkonsum muss leben.
die unfassbaren eigenbilder liegen in den wehen
anleitung zum nichtigsein, ohne zu verlieren
deine monochromen neonlichter schlagen auf die nieren.
03.02.12
PRAG 3
Ich muss sie über ihren Freund
ausfragen, wir haben in Hamburg nie über ihn gesprochen, denke ich, und warum bin ich überhaupt hier,
fahre nach Prag für ein paar Stunden, die
ein paar Hundert Euro kosten, die ich eigentlich gar nicht habe. Sie sieht so gut aus.
Sie ist so dünn. Nicht zu dünn, einfach nur dünn. Perfekt dünn. Wunderschön
dünn und groß und ich muss jeden Bruchteil der Sekunden in Prag für immer in
mein Gedächtnis meißeln und Prag erscheint mir schön und traurig, ich kenne
diese ganzen Gassen seit Jahren, doch heute ist alles noch viel schöner und
viel trauriger.
Wir
gehen weiter durch die Altstadt, die wie immer voll ist mit Touristen, biegen
hier und da in irgendwelche Gassen ein, vorbei an hunderten von Souvenirläden,
die meist T-Shirts oder Schmuck oder Glaskunst anbieten und wir reden über dies
und das, aber nichts von alledem ist wichtig, nichts von alledem von Bedeutung
für uns und irgendwann setzen wir uns wieder in ein Cafe, eine Art
tschechisches Starbucks, und gehen
nach unten, in die untere Etage, denn dort, vor der Toilette, ist eine Sitzecke
für Raucher, eine rote Couch und ein viel zu hoher Tisch und ich trinke meinen
doppelten Espresso aus einem Pappbecher und wir reden immer weiter über alles,
nur nicht über uns und ab und zu beuge ich mich zu ihr herüber und küsse sie,
meist flüchtig, manchmal aber auch länger und meine Zunge dringt verzweifelt in
ihren Mund und ich versuche sie so gut wie möglich zu küssen, so unvergesslich
wie möglich, so zärtlich wie möglich, bevor unsere Lippen sich wieder trennen
und unsere Hände nach dem mittlerweile kalten Kaffee greifen. Jeder Mann, der
an uns vorüber geht, fixiert sie,
dann mich, dann wieder sie, denn auch mit Pickeln und fahlem Gesicht sieht sie
aus wie eine Göttin.
Ich
berühre ihr Bein, greife nach ihrer Hand und sie sieht mich an, fast mitleidig, als wolle sie
sagen: Aber Ralf, das hat doch alles keinen Sinn.
Ich schaue sechshundert Mal auf
die Uhr, und die Zeit rast mir davon.
FRAU R
Alles passiert langsam,
wenn Du rennst.
Alles leuchtet hell,
wenn Du im dunkeln sitzt.
Alles kommt,
wenn Du gehst.
wenn Du rennst.
Alles leuchtet hell,
wenn Du im dunkeln sitzt.
Alles kommt,
wenn Du gehst.
01.02.12
KOMMATAMTAM
"Ich kann keine obere Mittelklasselimousine mehr ertragen, die, Haarsprayfilmfestivalwerbung auf den Türen tragend, durch die neue Mitte brettert, um C-Promis von A nach B zu kutschieren."
26.01.12
MIKE POST
mother was gone, when it occured to me
it was a lot of watching riptide on tvbread crumbs on a yellow couch
falling guys and chocolate filled slouchs
ANJA GEWINNT DEN BACHELOR UND JETZT BITTE SCHLAFEN
egal wie oft sie üben,
tanzende menschen sehen
albern aus, sofern sie die musik
mögen, zu welcher sie sich zu bewegen
versuchen
20.01.12
COOKIE MONSTER
your tired sun is rising pale
a fearless beam is stroking
countless cheeks in vodka bars
when all your jeans are soaking
pictures of the morning dew
drawings that are fading
one once put a lot of blood
in lethal lovin' grading
18.01.12
FW / MITTWOCH
Die Gefährten / das sind vier leere Gesichter am späten Morgen,
mit ins Tischholz geklemmten Kiefern und einem Teller Suppe
zwischen leeren Weinflaschen aus Übersee.
Pausbäckig sind sie geworden, die Wangen, also pauswängig.
Ohne Heringe läuft gar nichts, am Brandenburger Tor.
mit ins Tischholz geklemmten Kiefern und einem Teller Suppe
zwischen leeren Weinflaschen aus Übersee.
Pausbäckig sind sie geworden, die Wangen, also pauswängig.
Ohne Heringe läuft gar nichts, am Brandenburger Tor.
12.01.12
11.01.12
BERLIN MÜNCHEN OST
Die Ereignisse überstürzen dich
aber heitschi bumm beitschi bumm bumm
Wenn Du blutend am Boden liegst,
weißt Du, das ROT nicht Deine Farbe ist.
Dann ist alles das, was Du verlangst
Alles das, was Du vermisst
Das Kissen hat wieder
seinen Herrn gewechselt
Das Haar kaum lockig,
der Kopf wirkt schwer und
wird gebettet
Zu aller Leute Freude jetzt
denn wer sich duckt,
wird nicht verletzt
aber heitschi bumm beitschi bumm bumm
05.01.12
BARCELONA CHAIR IST AUCH KEINE LÖSUNG

sich immer weiter hochspielender,
durch stetiges auf-sich-aufmerksam
machender klops mit minusmannzügen
und faltigem hemdkragen gestiefelter
und sich überfressender dicker fetter kater,
ölige haare und gummimaske tragender
new media-ausdrücke gebrauchender
bauch-ist-noch-immer-nicht-weg-gürtel-
rosengarten umpflügender
unterschichtenfernsehen-verteidiger
untersetzt, setzen, sechs.
31.12.11
HEUTE VOR HUNDERT JAHREN
..
(Frisch ausgepackt, der Geruch aus der Kenner-Fabrik,
tief im Osten dieser Welt, auch so ein Moment aus Stein,
weiss nicht wie ich jetzt drauf komme)
-
Kreuzberg / Nacht und Dennewitz
in Ohlau, Münz, sich totgeschwitzt.
...
Nordkorea ist hier heute, ebenso formiert die Leute
angetrunken bis zum Morgen, kein Kummer hier, und keine Spur von Sorgen
Dein Lachen sagt mir nichts bis jetzt
Der Mensch in mir hat sich verschätzt, mich hier
als Teil von dem zu sehen, wo andere Leute nicht bestehen
Der Hund, die Größe einer Ratte,
fast so wie der, den ich mal hatte.
Es knallt um uns herum
Es knallt um mich herum,
Und die Probleme sind die gleichen,nur völlig anderer Natur
damals ging man über Leichen
heut betrauert man sie nur
29.12.11
MILCHNUDELN MACHT ALS TITEL KEINEN SINN
Ein paar Alte,
mit Demenz und Wein,
ein wenig Baum und Wein
und Blueray und so, Pullunder
und Gänseknochen, oder Ente,
das weiß keiner so genau.
19.12.11
22 GRAD UND SCHNEEREGEN
machst du nur einen auf angeber mit deinem becher voller plörre in der einen hand und kunstfellstiefeletten und einer leeren und gefunden louis vuitton-tüte in der anderen und gehst auch mal ungeschminkt vor die tür, in spandau und setzt dich in den nahverkehrszug richtung scheinbarer reiseführerzivilisation im dunkelregen, im dezember und fotografierst selbst nach 6 jahren immernoch die kaputte kirche am tauentzien, grundlos, für deine armen freunde die im speckgürtel der stadt wohnen müssen und hörst ganz schön viel r'n b und deutschen pop auf deinem smartphone, bevor du nach einem irrlauf wieder zurückkehrst in deinen laufstall, vor dem spiegel alte sachen anziehst und dich schön fühlst, im dimmerlicht von energiesparlampen? wer tut das nicht?
14.12.11
SONNENUNTERGANG NACH KANOSSA
Arm in Hand (Los Angeles),
am Strand / Soviel Vernunft
im Sonnenuntergang, soviel von allem.
Siehst mich an, du grünes Auge
lächelst schallend
und keine Klippe steiler als die letzte
keine Stunde besser als die Beste
und alles täuscht so sanft /
in Los Angeles am Strand
Ein Jahr Reise
lauwarm, alles,
Brisen, blau und Wellen
Los Angeles und andere Stellen
08.12.11
DAS SCHÖNSTE WORT DER WELT
tisch trente, riecht wie immer,
manchmal, nach kot und urin,
in winböen weht es leicht herüber
und mischt sich mit dem süßen duft
aus der küche und dem perfume der
mittelalten kulturkritikerin
die mir, schräg gegenüber
schöne augen macht
geplapper bier und pommes
zwei tische weiter
ich könnte schwören: das sind nutten.
ein halbrund aus rotem leder
schwarzer tisch, wie am eingang
07.12.11
APRIL, DEZ
you could be happy
i hope you are
I'M TELLIN' YOU SIR
IT'S ALL ABOUT HER
you made me happier than
i'd been by far
SPECTACULAR
THERE IS ONLY BEAUTY IN THINGS WE MISS
/SHOT TO THE HEART.'10
29.11.11
NOCH EIN FENSTER ZUM HOF
nachts, kurz vorm morgen danach, im entstehungssekündchen des katers, wenn alle katzen schlau sind, also in dunkelheit, drücken kalte finger immergleiche kunststofftasten in (später) sinnloser reihenfolge, bis es einem leid tut, oder man nicht mehr kann, obwohl das kann dauern, wenn ein grosser kopfhörer die frisur ruiniert und alles was darunter liegt, nachts, in dunkelheit, kopf denkt liebe, finger tippen sex.
schweissnass sind die vertrockneten hände, deren finger sich wieder und wieder krümmen (zudrücken), nachts, soviel unheil ging von ihnen aus, soviel lust und wachheit im sekundenschlaf, zwischen nachrichten, zischen sprechblasen, in dunkelheit, im dunklen: fürchte deine geister, denn der kopf denkt liebe und die finger tippen sex.
26.11.11
KURZ MAL SO AUCH HIER
gesichtsgrossraumdiscozickenkind / mit irish privatjetsetter / 100, ledig, süchtig / oberflächlich spannung / strumpfhosenmatz / save the children / benimm dich endlich wie ein kind / ab jetzt gibts hausverbot / bin schon weiter
18.11.11
GLENCHECK
Sakko und Pullunder,
plapper mich voll,
du Dreißigkäsehoch,
nagel mir deine
leiernde Cassette ans Ohr
und produziere dich
immer weiter,
Sakko und Pullunder.
Und Berlin ist DOCH besser
und zeigt wedelnd der Welt
da draussen ihre Harken,
mit Ecken und Kanten und
ach, ich schiess dich tot,
Sakko und Pullunder
17.11.11
14.11.11
WARTEN
weisst schon gar nicht mehr, wann das alles gekickt hat - elektronische musik und so. clubs.
rosa himmel ueber w.
ich habe einen bungalow gemietet,
im hansaviertel, im gruenen,
elegant und eckig, genau wie du.
einen bungalow mit hohen mauern
und kies zu deinen fuessen.
das geduckte haus steht noch leer.
jede fahrt ist eine reise zurueck. jede fahrt zielt oestlich. guten morgen aus dem interconnexzug berlin leipzig. es riecht nach banane im waggon und ich bin sehr muede.
ich habe einen bungalow gemietet,
im hansaviertel. ich weissel mir einen wolf
und schneide hecken energisch auf ein kleines mass,
halbe hoehe, vielleicht.
ich warte hier.
12.11.11
F
ist so wie ein bruder, du
nix sehen, nix schmecken, nix bereuen
bruder, oder vater, manchmal sohn
eitel, verflucht und wunderschön
IT'S A MISTAKE
are you losing access, since you swallowed your future, last night, at mine, the dungeon, so they say. it looked like a temple but felt like a hut, all those walls were just painted cardboard boxes. one by one. one by one. i try not to be myself tonight, i could not feel better. swirl me away, blissfull dawn. are there any mistakes left, then mark them pink, so i can find them easily. tell me commander, is it partytime? it's a mistake.
10.11.11
HUNDE AUF ZUGESCHNEITEN RASENFLÄCHEN
das ewige repetieren
des gleichen satzes,
grade jetzt im winter,
kommt das alles wieder. die temperatur
kaum über null und schon
der bogen, der weg,
das neue jahr, das lange haar, u
und:
schon kommt alles wieder.
brücken im speckgürtel der "metropole" (new york times)
zelten in der nacht,
zecken, käfer, löwen.
bessere zeiten, juhnke usw. afrika: bellende gnus. thaifood ist nur ein modefressen. sie sitzen hier und reden abfällig über die werke von paulo coelho, jedenfalls hassen sie die zwölf bücher, die sie bisher gelesen haben. / weiss man schon gar nicht mehr, die kruden nachrichten, die mich in morbiden nächten erreichten, von pornozombies und weinenden. es gab keine wärme in jenem winter.
eine kurze sekunde glück:
ebenholz und kinderwippen, hinterhof und plattenbauten.
Eine Hundeleine baumelt jedesmal ernüchternd hin und her, wenn ich mal das Haus verlasse.
06.11.11
10 SEKUNDEN EWIGKEIT
Was gestern so ekelig war, war nicht nur das Attentat, das feige Gemetzel, der halbtraurige Verlust. Es waren ja unter anderem auch die aufgereihten einreihigen Anzüge und die Seemannblazer mit Goldknöpfen an den Manschetten, die, leider nicht auf eine Exekution wartend, am Edelholztresen den verdeckt arbeitenden Prostituierten beim Toilettengang hinterhersabberten, so wie wir alle, nur ohne Gold, vielleicht. Hemdkragen, die zwei Knopflöcher haben und so gross aussehen wie Dracula's Cape oder so, sie wissen schon.
Sie ownen mittelteure Kunst (die verkehrt herum an Wänden hängt) und wissen nicht warum. Sascha, der smarte Medienmensch mit wellig-dunklem Haar, der von hinten aussieht wie von vorn, mächtig verschnubbelt und zu laut, hustet irgendwelche Berliner Mittelstandsdurchhalteparolen in den Raum vor uns, der sich somit immer mehr anfüllt mit belanglosem und vermeidbarem. Ich gehe ein paar Schritte zurück, dorthin, wo kein Blut wohl spritzen wird.
03.11.11
F.-STRASSE
so ganz betrunken,
ihr gesicht versickerte
im mund des typen neben mir
und überall konfetti
und laute musik,
20 jahre alte laute musik.
grosser schwuler modezar
und kunststudenten,
pulle vodka am kiosk,
trainingshose auf halb acht
und nichts wie ab nach hause.
31.10.11
MONTAG
genug von hupfdohlen - jetzt/
schliess endlich deine augen,
wenn du das paradies siehst /.-
und du und deine taxiweissen
ikeaschrankgedanken /
du und deine sprungbrettrattenbauverstecke
gehen mir langsam auf den keks
28.10.11
24.10.11
20.10.11
KRAUT
wie im allgäu, am beispiel des hummers, nie wieder um neun ins bett, wenn der abend nicht mal dunkelheit zu bieten hat, rote haut und leises schreien, nazischeitel zwischen haselnussem haar, freizeitarchitektenpony, kunst ist dein schimpfwort.
15.10.11
TRIP 101
Rote Sofaecken,
Kratzbezüge inklusive,
Gedanken machen Saltosprünge,
Hier ist alles, was ich liebte
Flaschenwein mit Goldverdrahtung
Gummikorken, Nikotin
Nur nicht an den Morgen denken
Gedanken werden hier zum Spleen
Jetzt ist Schluss, nimm meine Hand
Denn jeder Schritt: ein Schritt zu weit
Lächelst knapp auf mich herab
Ich taumele in Eitelkeit
14.10.11
FR
haare liegen woanders heute, och , naja, nomm nomm, alles plötzlich hektisch hier, lispel, zitter, komm, stell dich nicht so an, du mannsbild, kennst das spiel doch schon, spiegelbild ist abgehau'n, ich auch, good-bye, so long.
11.10.11
NUMMER 2
eingelullt in filz, für eine sekunde ankommen,
ohne koffer, ohne alles,
der ofen röhrt vor umluft kaum,
käse knispelt blasig an der oberfläche,
duft in jedem zwischenraum,
ein atemzug für edelbleche.
07.10.11
KUNZ
hab ich meine jugend verloren
irgendwo zwischen hier und dann?hab doch gestern noch so getan
als ob ich 20 wär
was ist denn passiert
in den paar stunden
der letzten jahre
ist das morgen wieder weg
oder muss ich jetzt
an rente denken
und prostatakrebs
06.10.11
IRGENDWAS MIT GIN TONIC
Gestern abend schlugen mir sogar 10 Sekunden an den Kopf, ungebremst und hart, 10 Sekunden, in denen ich Herbert Grönemeyer toll fand, mit Doppelkinn und allem.
Mir war das alles gar nicht peinlich.
"Beim Sex war er nie erregt, ausser wenn es mal zu lange dauerte. Auch hatte er nie die Geduld, um lange zu trauern."
In einem Land, in dem Keksfabrikanten mit Mittelalterhaarschnitten zu Stars werden dürfen, ist der Weg zum Aufstand nicht mehr weit.
Ich war gespannt, wie flach der Sarg von Steve Jobs sein würde.
03.10.11
ANIMAL
oh how weak the thing
and oh how good the talking
and yes you get me
and no i dont want you
and hell the quality of it all.
divided from the start
dear to me.
29.09.11
VOR BERLIN
kannst es kaum abwarten bis die klappernde s-bahn
sich das morgenlicht erkämpft,
nach all den tunneln in der stadt.
humboldthain, mini dschungel,
samstagmorgen um halb zehn /
am himmel:
startende passagiermaschinen mit fluechtlingen,
unten laufen sie marathons
wie kleine schaedlinge,
der großstaedter: die zivilisationskrankheit
/ spaetsommer.
tags darauf, wieder sonne,
herbst und morgensmog,
tegel, der waggon klappert,
viel unkraut links und rechts der fenster,
hin bis zum historischen ortskern.
am rathaus ein spielplatz,
als solches aber nicht erkennbar,
gewoelbter tartan ueber turnelementen.
vor berlin.
25.09.11
24.09.11
POTSDAMER PLATZ 101
wenn rasierte donuts deinen traum zerrollen
und applerbecksche clownerie nicht mehr weiss was frauen wollen /
das ritz, am platz, und wodka an der bar.
dreimal x, dein ding, und klar,
war ja auch schon dunkel draussen
als teenager in taxis sausten.
diese lieder lassen dich nicht los,
diese lieder waren gross,
doch wusst ich gestern deinen namen nicht,
nur ein fragezeichen hatte ich verinnerlicht.
punkt punkt komma strich,
und fertig ist dein klongesicht.
15.09.11
W
klamme strassen,
vorm q-dorf liegen scherben, die nacht wird hell, die jugend ächzt im sterben, brötchen kaufen, kaffee trinken, ab in die fabrik, alles geht doch leichter, nur nicht mit musik. sommer geht, herbste kommen, alle sind jetzt blind. pulli an, mütze auf, scheiss doch auf den winterwind
12.09.11
APPROXIMATELY THIS
.
the.snow.disables.reality
love.me.love.me.lethal.kiss
heavens.have.enough.of.me
neon.lights.electric.bliss
people.say.that.certain.marvels
break.the.concrete.in.your.streets
but.the.paths.of.you.are.larval
different.plants.have.different.seeds
KING SIZE BAR TAUSEND UND KEINE NACHT
Weisser Schleier vs. Sonne
Dreiklangsdepressionskolonne
Befreiungsschlag am Wochenende,
abmontierte Sonnenblende
freie Sicht - Problem gelöst
Der Sehnsuchtsdrang ist eingedöst
Unfairplay, ok, das stimmt
Wer weiß schon, wie man sich benimmt?
08.09.11
19:57
graues Sakko, gelbe Hände / Bleistiftkunst und raue Wände
SPRUDEL SUPERNOVA
wie diese abendstunde
als nichts so sinnlos schien wie schein
der kerzen dieser runde
immer wieder wiederholtes,
hundertfaches nicken derer
deren köpfe, obendrauf,
scheitel trugen wie die lehrer
der heimweg dauert ewigkeiten
doch zeit ist jetzt der wunde heilung
und jedes strassenschild der stadt
trägt fahl in grau das wort "beeilung"
02.09.11
CH CH CH CH CHANGES
Es gibt hier nicht mal Tore, die geoeffnet wurden.
Es gibt gar keine Tore, nirgends, keine Tore
die geschlossen werden koennten,
nachdem die Geteerten gefedert
die Stadt auf dicken Bohlen sitzend
verlassen haetten, hier gibts nur
ein Rein und Raus an
unwirklichen Grossfickern
und Dummheit
und Beliebigkeit
und verfaelschte Langeweile,
(nicht mal faelschen koennen sie)
stattdessen wirds immer schicker
und die Leute tragen immer steilere Schuhe
und klick klack klick klack
ist der Rhythmus, so wie die Musik
der Party gestern nacht,
in Grossraumdiskos
mit Grossraumdiskotoilettenfrauen
und all dem Plumpaquatsch
ZOO
Twentytwohundred / public transportation / sextoybags are cuddling the inside of your hands / i don't know what you're listening to, but turn it up anyway / because the sound of you can only be the bestest ever made / i recall a couple of early mornings / when you turned away each time / i turned to you
01.09.11
19
Man wird so weich und sanftmütig
Entschuldigt mein Verhalten
am (bitte Datum einsetzen)
Die Nacht zieht vorbei
und Du verschläfst das alles
OH THE PLEASURE
off, you fuckerine / eat your guitar / dancing in miniature pictures / well spotted you / deceiver / believer / incurable / redwine cheese bla bla / the white table has never been blacker / always been a slacker / double dutch smacker / the pleasure of presence of like-minded bonobos / oh the pleasure of presence of like-minded bonobos / i drank from the faucet although I was hungry
24.08.11
HOMO PAN TROGLODYTES, EY
Durch das Fenster.
Windschutzscheibenkäse,
die Strassen in fettigem Griff ,
Taxicholie,ein schlimmes Wort -
Dunkelberlin, voll von kochenden Affen.
Es ist so schön
wenn man es aus einem fahrenden Taxi betrachtet,
Fahrten zum Bahnhof, zum Flughafen.
(Mit dem Baseballschläger,
bei schneller Fahrt und offenem Fenster,
schlagen Halbmutige den Buddybären endlich die Köpfe ein.)
Die Lichtkegel der Dirnenfahrer
fauchen stumm und suchend über den Hof.
Nicht mehr als kochende Affen.
Kopfschütteln mit Kaffeetasse,
wie die alten Leute.
23.08.11
ÜBER DINGE, WENN DIE SONNE AUFGEHT
und doch nur vor die Mikros musste ,
denn nichts ist schneller als das schnellste
haarklein breitzutreten was er so weiss und keiner wusste.
Konzentration aufs Gegenueber!
Fokus, Mann, ich wäre lieber
am Strand geblieben
Unter Bäumen,
die fast palmenähnlich waren,
als Wellenkronen schäumend schäumten
und atemlos im Sand verstarben
20.08.11
7
doch es ist nur spreegeluemmel,
steine, mauer, hosenschiss,
faehnchen zittern warm im wind
und noch ein name, der vergisst
bitterstoff im zuckerstreuer,
pfeffer schmeckt zu salzig hier,
und brutto ist die stadt zu teuer,
komm ein stueck, nur kurz, zu mir
du weisst, sie killt die stadt von hinten
ohne ueberlegungszeit,
man hoert, des nachts in manchen runden,
diesmal ging er fast zu weit.
15.08.11
23 UHR, CHB
Er war zuviel zu oft alleine in grauen Sommernächten
Alles ist verstummt, nur die Hundeflöte flötet
noch ab und an in dunklen U-Bahn-Schächten
PLATE SHOOT
Wie man sich ein paar Tage später
dummerweise wieder erholt,
es geht schon alles wieder,
jaja, ächz ächz, und man wirft alles,
wirklich alles wieder über den mittlerweile
viel zu groß gewordenen Haufen
one in a million Runterschlucken,
weiter geht's, wer regeneriert hier wen oder was
und wo zum Teufel ist das Auffangbecken
für all den Schleim und Siff,
Ross and Rachel um weit nach Mitternacht
und am Tag danach und
HALT,
der Supermarkt in München, 2 Uhr,
Dunkelheit, nur ein helles Licht
mit einem Geldschein an der Leine führend,
äußerst betrunken, steter Gang und Nebel Nebel
// Das Bild passt nicht mal in ein ganzes Flugzeug
// Put your hands inside the puppets head //
Everything right is wrong again, etc etc pp /
Lacht sich tot, was sonst!
Gut gelaunt, keine Frage.
11.08.11
OH ZOOEY
Mapped on some incidental canvas,
a tired couple of laughs
I trigger another craving, for nothing but
a two dimensional sleepless dreaming
Oh Zooey
How could I know
Steering a scooter
can be the bestest thing
09.08.11
AM ENDE DER WELT, O.A.
Schwuler Frisör: Hallo
Arbeitsloser Schauspieler: Hallo, alles gut?
Schwuler Frisör: Ja, alles super.
(dreht sich um, geht weg)
Partyveranstalter 1: Hey!
Arbeitsloser Schauspieler: Hallo, alles gut?
Partyveranstalter 1: Ja, alles bene. Und bei Dir?
(dreht sich um, geht weg)
Partyfotograf: Hallo!
Arbeitsloser Schauspieler: Hallo, alles gut bei dir?
Partyfotograf: Ja, kann nicht klagen.
Arbeitsloser Schauspieler: Willste ein Foto machen?
(greift hinter sich, und zieht eine blonde Freundin neben sich)
Partyfotograf: Nee, grad nicht Du, vielleicht später.
(dreht sich um, geht weg)
Arbeitsloser Schauspieler: Okay!!
(nippt an seinem "Champagner")
Brünette: Hey, na?
Arbeitsloser Schauspieler: Wohoo, heeeeeeeeeyyy! Alles roger?
Brünette: Es gibt hier viele Slipper und Louis Vuitton Taschen und Chucks und Schals und Gläser und Aschenbecher und iPhones und zu lautes Lachen über zu unlustige Witze und widerliche Nasen mit schwarzen Nerdbrillen.
Arbeitsloser Schauspieler: Hast Du Wowereit schon gesehen?
"Hör doch auf! Genauso wie diese x. Die mit dem Chauffeur. Chirurgisch optimiert, bedingt unterhaltsam. Die war doch auch da. Ich bin um halb zehn weg. Big Bang Theory lief. Nichts in Berlin hielt mich davon ab. Die perfekte Stadt zum Fernsehgucken. Ich bin weder zu intelligent noch bin ich anspruchsvoll, trotzdem guck ich lieber Fernsehen."
"Diese Bretterbudenromantik mit Champagnerbar und Krokooptikschuhe und grobschlächtige Hupfdohlen und elektronische Musik und nur eine einzige Frau, die ich begehren könnte, wäre mein Interesse nicht nur provisorisch und eingebildet."
KLINIK UNTER PALMEN
barcelona, lounge, eames und mies.
es ist traurig, aber wahr: ich vermisste die stadt und ihre lange weile
(liebe passagiere, sie haben genau fuenf minuten gluecksgefuehle)
unten turm, netz aus seide, in reih und glied: betongeschmeide. ///
es ist sechs uhr, dreissig minuten, ortsbestimmung naechtlicher routen,
hotelzimmer oder autobahnen, es kommt nichts, warte doch,
ich lungere im sommerloch.
bon iver summt den morgen glücklich, kaffee stimmt, refill: stündlich.
gestern, früher abend, ein toter saß am tisch / reisgericht mit wein und verbrannter fisch / alles zwanzig jahre her, zuviel samt und buntes tuch / bin zu glücklich für die runde, schreib ich in das buch und: edward sharpe, the middle east, trommel trommel trommelbiest.
05.08.11
A-Z


"Der 5. Dezember war ein kalter Tag, aber nicht so kalt wie die davor, kein Schnee, ein wenig Glätte am Morgen, das wars auch schon. S-Bahn fuhren okay. Keine Ausfälle. Es gab allerdings eine Menge Lügen, mehr als die gewohnte Handvoll.
Kurz vorher war ich endlich aufgewacht, das genaue Datum weiss ich aber nicht mehr, sorry. In Berlin verwischen die Tage und die damit verknüpften Erinnerungen ohnehin recht schnell und spurlos. (...)
Der 5. Dezember war ein schöner Tag (Wie immer begann er mit einem Tee, einem Brötchen, einem Apfel). Mehr noch, er war der beste von allen Dezembertagen bisher. Für mich war das immer klar. Am 5. Dezember trennte sich die vielzitierte Spreu vom Weizen. Was auch immer Spreu ist. Ich war 5 Tage ohne Schlaf. Nur 5 Tage. Bis zum 5. Dezember. Es war mein Tag."
02.08.11
53

hotelkoller hier ists wie in der bundeshauptstadt handtuch auf dem boden heisst bitte waschen frühstück und bildzeitung wasabinuss-überdruss komische menschen ähnlich denen in berlin it seems like we're in some kind of hurry to say goodbye wer hat meinen memorystick rausgezogen da waren doch nur schlimme bilder drauf reboot neustart wer macht mit machst du mit oder du oder du doors unlocked and open california new york city washington square a parade je reviens you know it te chercher sound sound telecine online ray ban im regen das alles interessiert mich nicht kragen hoch kragen runter wo bist du gehts dir gut stay young, go stripping das macht dich lange nicht zum künstler da kann mann hüpfen wie man will wash your hands while she lied at night the slut die seife ist mir viel zu klein und schäumen tut hier mal gar nichts auschecken auschecken bitte und lothar sieh doch ein, du bist nur spielzeug und darfst nicht mal ran.
Der sanfte Chlorgeruch des Hotelbadezimmerwassers schaltete den Kopfhebel auf Urlaub.
31.07.11
VILLAGE PEOPLE RELOADED
a citynight, help me breathing with concrete lungs, when people and strangers come undone, diffusing into monochromatic visions of how things should be, the division,
the loving brigade, its flag is ornate.hugging a palmtree, crossroads and neonlight,
workers versace, downtown, a citynight. it's a rush of air of invisble cars passing
what are the chances of elusive glances at the crack of dawn and the chat you spawn, under the influence of escapism? it's all wrong. believe me.
30.07.11
HILTON
was wird jetzt gemacht,
unter mir die minibar
über mir der spiegel
und beides bietet
keine überraschungen
die kicherstimme
nach all den jahren
läßt mich kalt
die wilde welt
ist vorbeigezogen
ich bin froh und traurig
aber hauptsächlich
erleichtert
26.07.11
10:52
give away
your mind to the masses, and as innocence
fills their empty glasses, the poorest spectacle,
smell the morning dew,
faking feelings the way fake lovers do,
mutiny on the balcony, echoes scream in front of me,
the velocity of fading is always steady,
unhasty, nasty,
are you ready to plunge, are you ready to dive,
are you ready to assemble the pieces of
broken bottles of beer and whiskey
you walked on, decades ago,
cut your feet and smiled the pain away
21.07.11
ENGLISCHER GARTEN
Aus dem Koffer,
Hotelbett 101
Duschhauben-El
Dorado, meins
Pay-Tv und
Erdnussdose
Buffettbrotkorb
und Lederhose.
Cocktailbar
Achter Stock
Lächelnd in den
Wodkaschock
Bin nicht von hier
Ach was, du auch
Jazzmusik
Die man nicht brauch'
Zimmerservice
Burgerschlacht
Nachbar um den
Schlaf gebracht
Check jetzt aus
Flieger geht
Wir sehn' uns
in New York
zu spät.
20.07.11
KÖLNBONN
Ich wollte fast das Cockpit stuermen und den Piloten zur Rueckkehr nach Berlin zwingen, als ich, auf dem schmalen Grauledersitz in Reihe 20 sitzend, den Artikel von Hans Stimmann im Tagesspiegel las. "Umdrehen, Sturzflug auf das Redaktionsgebaeude" waer mein Befehl gewesen, aber doch haette ich wohl nicht Stimmann sondern nur eine Reihe von (meist) Unschuldigen getroffen. Wohnt der eigentlich noch hier? Oder hat er, nachdem er auf die Stadt gekackt hat, seine Koffer gepackt und ist geflohen? Der ewig gestrige: Stimmann. Selbst diese Stadt war einfach zu groß für Dich.
19.07.11
LH IN DEN WESTEN, AM MORGEN
"Die Welt braucht mehr Männer wie Bill Maher und weniger Leute wie Dich und mich und höhere Häuser braucht die Welt, viel höhere Häuser braucht die Stadt und eine Rückholung der Intelligenz, die schön ist und willenloser und gezielt beliebig, das alles brauchen wir jetzt und unbedingt. Bill Maher, der Amerika gut tut und mir, ich hing an seinen Lippen, gestern, im Fernsehen, so wie jedesmal."
ABSATZ
Wunderst du Dich nicht, dass dieses Flugzeug auch dieses Mal nicht abstürzt? Ich meine, Hundert Tonnen Stahl.
Köln Bonn.
TURN
you will be rewarded with
three days of no's and numbness
when the ocean river turnpike
turns the ocean into countless
single grains of sand.
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