09.09.14

21.08.14

ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEUKÖLLN (MIT DIR)



Bleib endlich 
Vergangenheit

um vier Uhr fünf

Fremder Akt / über der Tür

Hinterher
Hintern her
knechten in 
Schenkellücken
Himmel, voll
von
Arschgeigen

Ich will Frühstück machen 
bis ans Ende dieses Tages

Erhalten statt verbessern

Unter Admirälen läßt man sich 
ungern
fotografieren

Blah Blah Blah

Es gibt nur Bier in Ostberliner Cocktailbars




09.08.14

ZUMINDEST 101



Und dann immer wieder diese, sagen wir mal, Unromantik, dieses Erklären von Unverrückbarem, dieses Begründen von Dingen ohne Sinn und, rein historisch zumindest, ohne Halt und Rückhalt, alles ist mehr eine Entschuldigung für falsches (ja!) Tun, ein Belügen und ich sehe ihn an und warte  auf einen Sinn oder zumindest sinnvollen Inhalt, aber nur Verlegenheit und Erklärungsnot sprechen aus seinem Blick, unzweifelhaft, der Blick, der meine Hand hält und hofft, vielleicht auf Milde oder, zumindest, auf Verständnis, aber es ist nichts von alldem in mir, erst recht keine Milde und auch kein Verständnis, ich....lasse ihm seinen Kokon, oder seinen Nebel, zumindest, seinen butterweichen Nebel lasse ich ihm, der Nebel der ihn umwickelt, so undurchdringlich das ich keine mir bekannten Umrisse erschätzen kann, nur ausgefranstes Früheres und alles dauert ja auch nur eine Sekunde und dann wieder werfen seine Sätze Worte umher und treffen wie flüssiger Zement auf den durchsichtigen Wall, der ihn umgibt und alles wird immer härter, immer härter, immer härter. 

08.08.14

DAS IMMERWÄHRENDE PING


Zwischen modrigen Gewächsen
und sich hassenden
(doch bunten) Echsen
Im Tagesgelb
zu warmer Stunde
und ein halbes Dutzend wilder Hunde
die lauthals ihr Wunden lecken
von Schlangenbiss
und falschen Zecken
Schliess ich die Augen
und ich bete wie der Teufel
das die faule Seifenlauge
nicht nur meinen Kopf zerträufelt

NULL ACHT






ist der falsch, der griff zu dir,
zu dir in neue jugend
bleibe mensch oder werde tier
für die und deine tugend

03.08.14

DIE VERFLIXTE, DIE VERFLUCHTE



1. superbia
Mehr als 100 Kilometer südlich, zerknirschten Räder endlich Stein und Kerne

2. avaritia
Der 3-Stufen-Stopp des Mannes / 
Eine nicht erfüllte Liebe, 
Immer eine nicht erfüllte Liebe
Immer diese nicht erfüllte Liebe

3. luxuria
Die Hektik des Innehaltens, das aufgekratzte Ruhen,
treibt mich in den Wahnsinn
Kindtochter
Charmanz
Eitelkeit

4. invidia
klare Küsse 
unter Mondscheintoren 
Strauch: Scharf, Essen: Asiatisch 
(denk nach, denk nach)

5. gula
Es war kein Einfachsein, so jung im Sommerdunkel,
doch Lippenschein und Bettgeschunkel lindern (oftmals)
ohne Reue
jede neue
Kopfschusswunde

6. ira
Dummheit züngelt noch lange 
aus dem Häufchen qualmender Asche, 
das nahezu unverändert schwelt
inmitten brennender Hornissen 
deren Flügelschläge keine Glut verhungern lassen
(nachladen)

7. acedia
Es bleibt alles, wie es war. Schwer wiegt diese Leichtigkeit,
Müde macht das Wachsein, 
Genügsam macht ein Leben, 
sofern es diesem ähnelt.

19.07.14

STARRY STARRY 2



14.07.14

STARRY STARRY, NIGHT NIGHT













02.07.14

RESTE / JULI

ein
freudloses öffnen 
der kettengeschäfte
durch
lidstrichversaute 
arbeiterhummeln in der
wilmersdorfer strasse 
der herberge der schönheit
ernst in meiner meinung
der gral
der übertriebenen
hier sind mädchen 
schön
und mehr
hier sind sie 
ehrlich

16.06.14

BALL EINS


09.06.14

RETTE DICH WER KANN

dann will er doch alleine sein und 
dann hängt er wieder an
gemalten lippen von fremden sängern
zu fremden stunden
an deinen orten
und du kannst mich nicht vereinen
und du kannst mich auch nicht heilen
und du verläßt dich drauf mich zu verlassen
und mich ab jetzt fast butterweich zu hassen
und du gibst dir mühe
spürbar wie ein hauch
und ich, ich geb mir mühe
auch weil ich es nicht alleine schaffe
für immer ohne mensch zu sein
rette dich wer kann

02.06.14

MITTE VOM ENDE DES MONATS

wie man es hasst,
filme über hitlers frauen
filme über scheiche,
die übergrosse häuser bauen
und zeiten wo vision gerecht
und mehr ist als banal und echt
wenn im traum du fragst
was an dir nagt
und mit dem wind den westen plagt
es ist schon alles krude, mensch
wenn alle welt die antwort kennt
in einer stadt
wo jeder baum
sein naherholungsplätzchen hat

21.05.14

SHE WATCHES CHANNEL ZERO

aberirgendwannmuessenwirdochaufstehenunsunswehrenundundselbstverbietendiesesmediumzufuellenmitinhaltundverbietenundverbietenunddeutscherausausdemfernsehenundwirkönnendochnichtnurmeckernwirmuessenhandelnhandelnmuessenwirundverbietenverbietenundnichtsmehrverbreitenallesmussverbotenwerdenundwirwerdenalleglücklichundendlichwiraberirgendwannmuessenwirdochaufstehenunsunswehrenundundselbstverbietendiesesmediumzufuellenmitinhaltundverbietenundverbietenunddeutscherausausdemfernsehenundwirkönnendochnichtnurmeckernwirmuessenhandelnhandelnmuessenwirundverbietenverbietenundnichtsmehrverbreitenallesmussverbotenwerdenundwirwerdenalleglücklichundendlichwiraberirgendwannmuessenwirdochaufstehenunsunswehrenundundselbstverbietendiesesmediumzufuellenmitinhaltundverbietenundverbietenunddeutscherausausdemfernsehenundwirkönnendochnichtnurmeckernwirmuessenhandelnhandelnmuessenwirundverbietenverbietenundnichtsmehrverbreitenallesmussverbotenwerdenundwirwerdenalleglücklichundendlichwiraberirgendwannmuessenwirdochaufstehenunsunswehrenundundselbstverbietendiesesmediumzufuellenmitinhaltundverbietenundverbietenunddeutscherausausdemfernsehenundwirkönnendochnichtnurmeckernwirmuessenhandelnhandelnmuessenwirundverbietenverbietenundnichtsmehrverbreitenallesmussverbotenwerdenundwirwerdenalleglücklichundendlichwir

15.05.14

WILDE 13


12.04.14

ES GIBT NICHTS ZU SEHEN, AUSSER MAN TUT ES


der kleine saenger am zoo, 
neben currywurst und sushi, 
macht alles langsam
aber mit jeder ampel wird sein halleluja
 kleiner und stirbt den tod den es verdient
wo die tiefe sonne zwischen lycraspalten blinzelt, 
mit warmen strahlen im bein-wirrwarr der einkaufsstrasse
verfuehrerisch um achtung winselt. 
im gewirr der zweige sind chameleons versteckt 
und mit etwas abstand kaum noch zu sehen, 
aus der ferne ist dann alles weg und nichts, 
reines nichts ist zu erkennen, 
aber das klar und deutlich.
heute kommt das stöhnen auf den klos vom band
weil kokain den sex ersetzte.
bibi westwood und neonschuhe,selbst das cookies
war noch cool, aber es war nichts so wichtig
wie man hoffte und nichts so gut
wie man sich fühlte

15.03.14

CASTING / SBAHN / SUPERTROCKEN


Waggon, mit Schweiss und Bratwurstduft 
vermengte kalte Menschenluft, 
Nahverkehrsverbindungssucher 
mampfen hinter Milchglas Plunder.
Augen schliessen, Stahlgeratter, 
Nullerjahre: Koksgeflatter
Gegen Wind und Windigkeiten
knattern still die Eitelkeiten
unbekannter junger Dinger
Abgekaute duerre Finger
Weisen deinen Weg hinan
Es zieht und zerrt und irgendwann
Ist Endstation in Wartenberg
Und augenreibend faehrt
die Bahn den Kreis zum Anfang hin
Und du, nur taub von ihrem Sinn
Fuers Grobe unter all der weichen Schale
Wachst schnell und murmelst wage

27.02.14

ÜBER ESSEN UND WÜSTEN UND FRIEDHÖFE



zu wenig freude
und zu viel schaden
blasse lippen die an
roten nägeln nagen
kommst du nicht raus
aus deinen kreisen
auf alles ausser morgen scheissen?
oder hast du schon vergessen
ich kann nicht mal mit stäbchen essen
du schöne kluge hure
lösch nur deine graue fuhre
auf andren kippen jenseits ab
denn deine zeit wird knapp