25.11.10

HITSVILLE BERLIN

S

They cried the tears, they shed their fears,
Up and down the town
They stole the whine or used the whine
and all the others started to frown

Without even the slightest hope of a good DJ spin
Just as if, as if there was, a Hitsville in Berlin
I know the boy was all alone, til the Hitsville hit Berlin

Remember

They say true talent will allways emerge in time,
When lightening hits small wonder
Its fast rough factory trade
Big expense accounts, and lunch discounts
Or hypeing up the clubs
The two went in, 'n' knocked 'em dead, we thought we were so in
I know the boy was all alone, till the Hitsville hit Berlin

So hit it

Just slimy deals, with smarmy eels in Hitsville Berlin
Lets shake and say, we'll operate in Hitsville Berlin
I know the boy felt all alone, but Hitsville hit Berlin

The mutants, creeps, and musclemen,
Are shaking like a leaf,
It blows a hole in my stereo
When it hasn't sounded good all week,
A mike 'n' boom, in your hotel room, in Hitsville Berlin
No consumer trials, nor A.O.R., just Hitsville in Berlin

I know the boy felt all alone,
Till the Hitsville hit Berlin

Now the boys and girls are so alone,
Now that Hitsville's left Berlin


14.11.10

12.11.10

LUX


UND PLÖTZLICH, AM ABEND,
WAR MIR ALLES KLAR
NICHTS WAR DA VON DEM,
WAS DIE TAGE FLÜSTERTEN.
ALLES WAR ANDERS
ALLES WAR BESSER
DAS LICHT DER DECKENLAMPE
DURCHLEUCHTETE ENDLICH
DEN UMRISS.

11.11.10

O.D, A.D.

keine ahnung ob du das hier liest
oder deine trauer nur begießt
mit weissem wein, wie eh und je
und munition entlang des wegs
sind deine nächte wieder heller
oder lebst du nur noch immer schneller
an orten wie aus magazinen
umschiffst mit yachten fettnapfmienen
ich bin nur hier um dir zu sagen
just in case du solltest fragen
mir geht es gut, nein, immer besser
und ich weiss,  du hast dein teures messer
selbst geschliffen in den nächten
mit monte carlos discoflechten.
so long.





10.11.10

MENSCH DER WELT

und das warten und lungern,
das hoffen ohne kummer
die sehnsucht nach händen
das streichen von wänden
jede nacht nicht alleine
doch jedem das seine
der nebel am morgen
das dinge besorgen
das warten und hoffen
macht mich besoffen
lass mich nicht mehr raus
und nimm mich mit nach haus

und du fesselst männer
sogenannte branchenkenner
auf alkoholgetränkten bühnen
unmöglich, mich dran zu gewöhnen
mir dreht es nur den magen um
jedes bild, doch sei's drum
mir bleibt nichts anders dann
als mich zu fragen wann
du hier bist
mich vermisst
lass mich nicht mehr raus
nimm mich mit nach haus












05.11.10

59955

Hier ist es wieder / 
unbestimmtes Gefühl
von Ferne
Ich knie nieder / 
Erotisches Kalkül
ungerne
würden meine Augen sehen / 
was schmerzt
ganz innen
Schwarzes Nachtleben /
mein Herz
ist binnen
Sekunden gestorben /
Bildergalerien
Aus weiten Fernen

aufgemotzte mofaräder / 
cowboyboots aus schlangenleder / 
unecht wie so vieles hier / 
billigbier und nagetier / 

solche leute googlen gore-tex und amerika
















29.10.10

120134

Das Ziel ist dies: mich immer dahin zu stellen, wo ich am besten dienen kann, wo meine Art, meine Eigenschaften und Gaben den besten Boden, das größte Wirkungsfeld finden. Es gibt kein anderes Ziel.
- Hermann Hesse

OHNE TITEL 4 ODER SEELE

nimmerschlund
alles zersetzend, fast
ein irdischer sarlacc
du kunterbunte
sprengstofflunte

21 gramm beschwerer
erdrücken nie verschickte briefe
die tiefe tintenmine leerer
als zu nikolaus der kinderstiefel




27.10.10

FRIEDRICHSFELDE

im tiergehege fegen tiergehegefeger tiergehege
und hunde zittern tiere hinter gehegegittern an
an einem leichten alltagstag, wir stehen
an tiergehegegittern in der schlange an
uns sehen tiger hinter gittern
maus fängt an zu zittern
an einem tag wie heute


26.10.10

WO IST DIE HOFFNUNG, DIE WIR BRAUCHEN?

WOLKENFETZENRESTESCHIMMEL
AM BERLINER DUNKELHIMMEL
SEIT GESTERN ALLES ANDERS?
ES HEISST NICHT MEHR, DER MANN, DER KANN DAS
ER KONNTE NIE UND NIMMER, SCHLIMMER
IST JETZT KLAR, DAS DAS "GEWINNER"
IMMER ANDERS WAR ALS MANN SO DACHTE?
ER SCHLOSS DIE AUGEN, KEINER LACHTE
ER HAT SIE IN DIE SPALT GESTOSSEN

OHNE ABSICHT, DOCH MIT WUCHT
IN DIE WEITE, GRAUE SCHLUCHT
MEIN MEER IST ZUM SCHWIMMEN,
NICHT ZUM TAUCHEN
WO IST DIE HOFFNUNG,
DIE WIR BRAUCHEN?


25.10.10

S75

um sechse rum im morgengrauen,
wenn proletenkinder auf bänke sauen
weil sie zuviel freizeit kauen
und die stadt dank gott noch schwarze hemden traegt
und stinkt und stolpernd ueberlegt
ob sie nicht implodieren mag,
beginnt ein tag
es riecht nach bier und schlafentzug,
und personennahverkehrsbetrug,
die schwarze stadt zieht schnell und klein
am sbahnfester stumm vorbei.
bruchstueckhafte fotofetzen,
die meine netzhaut suess benetzen,
blitzen auf und ab
und ab und zu schuettelt sich der kopf,
wie immer dann wenn ich versuche,
klar zu denken unterm schopf.
the noeldnerplatz is so deserted,
in friedrichsfelde ost hat man lange nicht geflirtet,
doch schaufel mal das grau da weg,
darunter ist ein roter platz,
denn traenen wischen dreck hinweg
und entlarven manchen schatz
ich schlage meinen kragen hoch
höher als zuvor

22.10.10

HRC

a megalomanic gigantic dagger slashing my bowels / 

blood squirting everywhere / 

it's on your face / 

the cab tought me to cry /

the tracks taught me to die / it hurts-




20.10.10

5:30

schlechtermorgenspaziergang in dunkeldunkelheit
strasse der verdammten
vagabunden werden ausgespuckt
im kreis
und fallen hinten wieder rein
nasse bordsteinkantenschläge
durch fussballgrosse regentropfen
gainsbourgklophilosophen
singen strophen
von mir nicht bekannten liedern
und der arzt mit frau
säuft für lau
immernoch

ich geh mal lieber weiter.



18.10.10

14.10.10

HSH

wenn in hohenschönhausen
der klee aus der einkaufscentertoilette klettert
und es im plattenbaufahrstuhl nach spanienurlaub duftet
am späten abend
es war schon wieder kalt
auf dem heimweg
und in meinem bett
ein rasenmäherschmugglerring
aus s-bahn-fenstern
hinterhofromantik ist so ein schlimmes wort


can I have a picture
of you tonight
'cos my nights have been so lonely lately

12.10.10

PANIC

verstrahlte neuclubbesitzer, die nichts mehr erkennen,
weil sie drauf sind wie tausend russendörfer
und noch die frau anbaggern, aber wer weiß das schon.
wer weiss das schon.
wer weiss das schon
und nicht mal halbtalentierte partyfotografen
umringt von dutzendware in miniröcken
austauschbare vollwaschware
in halbseidenen satinhosen
und halbwüchsige partytürken
deren verzweifelt ergatterte vip-pässe
zu sehr an ihrem schwachen nacken ziehen
dem boden entgegen
dem boden entgegen
es hat schwerlich einer gestern oder heute
es geschafft mir alle luft zu nehmen




11.10.10

NOTE 309493




the epitome of beauty
unexpected
please please please
let me let me let me
get what I want
this time


09.10.10

DER LANGE MANTEL, DIE ANDEREN UND DAS NICHTS NAMENS SEELE

Duncan MacDougall, war das der Mann im langen Mantel?

Sie wissen schon, der mit den traurigen Augen, von damals. Er war lange nicht so einzigartig, wie man meinen könnte. Lange nicht besonders oder gar gross im Tun, nicht schlau, nicht klug, sein Sinn für Humor zerbröselte bereits nach kurzer Diagnose. Nein. Er hat soviel investiert, aber alle seine Thesen waren falsch.

Wenn ein Mann des Lebens sich wegdreht, bleibt dein Blick ohne Richtung, ohne Ziel, ohne Hoffnung.

Er könnte viel bedeuten, doch das tat er nicht. "Man wird seinen Weggang akzeptieren, aber man wird nicht versuchen, ihn daran zu hindern" sagten sie immer, die anderen. Aber ob das wirklich stimmte, wußten sie selbst nicht. Man würde sehen.

Duncan, warum?

Damals wartete er noch. Unter dem langen Mantel trug er ein verwaschenes schwarzes Oberhemd. Immerhin.

Duncan, was hast Du dir nur dabei gedacht? Hast Du wirklich selbst daran geglaubt?

Dieses kleine Haus, dann die unendliche Wiese, die sich am Horizont an die Dorfkirche kuschelt. Das war es wohl.




I only wanted you to like me, that's how I am.

08.10.10

1

Wenn auch die Fähigkeit zu täuschen ein Zeichen von Scharfsinn und Macht zu sein scheint, so beweist doch die Absicht zu täuschen ohne Zweifel Bosheit oder Schwäche.


06.10.10

W.M.5.A.M.

Wenn in Dunkelheit die Wolken
unstet durch die Himmel reiten
Und entfernte Nahverkehrszugzüge
leise durch die Städte gleiten
Wenn graue Menschenformen
in Anzug oder in Gedanken
mit kalten Heissgetränken in der Hand
versuchen, langsam aufzutanken
ist es Kälte, die mich fest umarmt

Alles ist leicht, in meinen Armen
steht gemeißelt unter jenem Bild
Jahreszeitenunabhängig doch
eher Abwehrhaltungsschild
Dunkelheit, Veränderungen
Hier war einst, was gilt
Die Erde dreht sich weiter
Das Wetter kalt, nicht mild
Wer bist Du, fragt die Reflektion
des Ladenfensters Spiegelflächen
Ich kenn dich noch aus alten Zeiten
Ein Fluss, geformt aus vielen Bächen
Geh weiter deine Wege nun
Ob es andre mögen oder nicht
Du bist zu nachdenklich im Leben
Schau da vorne wird es Licht.