M
U
L
T
I
P
L
Y
28.03.15
06.03.15
PLAN A, TEIL B
nichts wird ohne der gewissheit
gut gehen, 30 jahre von hier jetzt
an / wird es ohne uns nicht möglich
denn die zeit sie eilt und hetzt
der plan ist wirr und ungeschrieben
doch deutlich nutzen wird er uns
denn alles was in zukunft grau
wird in der zukunft kunterbunt
23F
schwarzes hemd auf schwarzem grund
demutsgeste vor dem schlund
abgesang auf sinn und anstand
erleuchtung wird abrupt verlangsamt
rauschzustand, sekundenhoch
auf die plätze fertig los
hier ein wer und da ein nichts
nichts was wiegt, hat hier gewicht
19.02.15
H,2,O
im wirrwarr der stile
im kreisgang in räumen
wo in schlankheit erstarrte
wovon andere nur träumen
wo freunde fehlen
und liebe nur meter
entfernt von dem dort
verdarb und dann später
am wasser und Nebel
besonn man sich klar
und deutlich der Fehler
denn das was ist, war
und wird nicht erstarken
nur weil man sich bettet
vergangene laken
sind nichts was jetzt rettet
26.01.15
PENG
spontanes zweifeln an beschlüssen
rätselraten (strich)
ergüsse
die sinnfrei allerlei bekunden
wie einigkeit in späten stunden
ich erkenn doch deinen gang
schon mein ganzes leben lang
wiederholung ungewiss
(das hatte früher viel mehr biss)
du bist nur noch ein strich von dem
was damals war (war angenehm)
wieso weshalb sind wir dann hier
und trinken buntes anstatt bier
der reiz des wiederaufbaus ist
was nur ein mieser architekt vermisst
ein guter pyroman, der sprengt
was ein schlechter jäger fängt
15.01.15
150115
Fingerfarbe
Kluggelaber
Der Abend ersetzt die Nacht
Wenn Du es erst meinst,
dann immer scheinst
wenn angestrahlt
und Wörter reimst
(Jedes Matt blinkt
nervös und unstet
so ist das halt
in meiner Nähe)
Es ist was es ist,
sagt das Glas,
und lässt es ziehen
rotgetunkt in Eis
und wildem Rosmarin
Deine Zierlichkeiten
musst Du Dir nicht
unter deine Nase reiben
Dein Fleisch ist dünn,
die Haut wie Nebel
und froh bin ich,
wenn ich hier sehe
das alles einfach alt geworden
Es ist was es ist,
sagt das Glas,
und lässt es ziehen
rotgetunkt in Eis
und wildem Rosmarin
27.12.14
JAHRE SIND KEINE FRAGE DES ALTERS
In Nächten wie aus kaltem Silber
sekundenschlafen nackte Bilder
Aus feinem Strich
Auf Untergründen
von ausgehöhlten alten Sünden
Wie ein Umriss jener Träume
Wie der Wald vor lauter Bäumen
Abgefackelt
Umgepflanzt
Nächtelang wird sich verschanzt
Dein Lieblingslied ist totgetanzt
Sonne hassen,
Geld verprassen,
Leben leben
Leben lassen
15.12.14
XM
immerleuc
htetall
esmussden
nimmeralles
leuchteninb
erlinberlinw
arumwirstd
uimmeranges
trahltvonneo
noderhalogen
htetall
esmussden
nimmeralles
leuchteninb
erlinberlinw
arumwirstd
uimmeranges
trahltvonneo
noderhalogen
08.12.14
THE JOKE'S ON YOU JACK
Ich war mein Kopf Einweichen mein Gehirn unrattle Sie lieben das Spiel aber Sie wissen nicht, die Regeln nicht sagen, ich hätte dich nicht gewarnt an mir vorbei auf Zufalls Straßen auf einer bestimmten Tageszeit könnte es ein Leichtes gewesen, Demütigung Ich habe nie den Klang zu hören Bewunderung oder gibt es keine? wenn Sie in waren Waffen und Nasen ich gab dir Rosen wann immer Sie sah mich an Ich war ein wenig gebraten
08.11.14
REIM 101
er weiß auch nicht was das ist
wenn man weiß dass das was man vermisst,
wenn es da ist,
nicht das ist,
was man dachte, das es ist
und dann die weisse fahne hisst
und vergisst
das das was dann nicht mehr ist
genau das ist
was man vermisst
04.11.14
ZEITBOMBIG
Es liegt
am Boden,
über dir
schau nach oben
unten
unter mir
So kraftlos
oder und
verdorben
dennoch
grade erst
verstorben
die Energie
von gestern
heute
Nebel
Leute
alles anders
morgen
28.10.14
WIR SIND (GUTBÜRGERLICH)
und die
die nach hotelseife riechen
(am nacken)
wenn sie am morgen DDR aufnäher
kaufen
an sperrholzbuden
in denen menschen stehen
die sehr unglücklich lächeln
die alles verloren haben
nur nicht ihren plunder
sie reden faserig
mit davonstehenden über limitierte
plastikpuppen und über andere
wissenschaften für schlaflose
nähe existiert hier,
genau wie überall,
nur für die dauer der
begegnung
die nach hotelseife riechen
(am nacken)
wenn sie am morgen DDR aufnäher
kaufen
an sperrholzbuden
in denen menschen stehen
die sehr unglücklich lächeln
die alles verloren haben
nur nicht ihren plunder
sie reden faserig
mit davonstehenden über limitierte
plastikpuppen und über andere
wissenschaften für schlaflose
nähe existiert hier,
genau wie überall,
nur für die dauer der
begegnung
15.10.14
26.09.14
SO OTTO
vielleicht sollten wir
modellbausätze kleben
in dunstgedämmter abendlaune
winterdecken weben
die rollenspiele
auf ein brett verfrachten
und nicht immer nur
in wilden betten übernachten
vielleicht kann man
normaler sein
vielleicht kann man
normaler sein
25.09.14
ICH VERSUCHTE ES MIT MILDE
Ich kann mich gar nicht erinnern, wann es angefangen hat, dieses Gefühl, dass mich das Früher langweilt.
Wann bin ich denn aufgewacht und dachte, das Damals ist nichts mehr? Jetzt, da weiss man, was man hat. Und was man nicht hat. Und man weiss, dass das was man nicht hat, auch nicht mehr haben will. Es ist vorbei. Und es ist gar nicht schlimm, wirklich nicht. Nein. Es tut so gut. Es gab nicht mal eine Depression oder einen alles verändernden großen Moment oder so. Kein Orchester, keine weit ausgebreiteten Arme. Nichts von alledem. Man schraubt sich nur zurück, im letzten Moment. Kurz bevor die Mutter von der Schraube fällt... hält man inne. Und so bleibt es dann. Fest verbunden, immernoch. Aber noch eine Drehung und alles wäre auseinanderfallen. Es reichte. Es wird kalt genossen oder heiss, nichts wird hier mehr aufgewärmt. Wärme ist eine Temperatur, die sich schwer ertragen lässt. Der Kratzer auf dem Soundtrack der Stadt. Die Nadeln hier sprangen immer wieder zurück, immer wiederholten sich die wenigen Momente. Und das, was eigentlich Routine wurde, wurde nicht als solche gesehen.
Immer schien alles neu, was eigentlich nur alt war. Was wichtig schien, war es nicht. Und keiner hat's gemerkt. Die Orte, die Menschen, die Musik, die Gespräche, die Witze, die Haltungen, die Nächte, die Worte. Sie zirkulieren in einer kleinen Blase, die sich weit weg von dem bewegt, was hier drinnen konserviert wurde. Und alles Aussen ist nicht erkennbar, weil die Sicht nicht weiter reicht, als ihre Arme lang sind.
18.09.14
17.09.14
SCHON WIEDER OHNE TITEL
Und who gives a fuck
War ich gestern
sekundenlang und
ehrlich
Innendrin bin ich eher spärlich
und weichgespült
von zu viel
überflüssiger
Lauwärme,
die man abkriegt
wenn man dummerweise
dem zu nahe kommt
was bei dir ist
So überflüssig
verhärten sich auch Fronten
wenn man auf der falschen Seite steht
Ich hab' so keine Lust,
ein Minusdrang
in Zukunft einmal dem
nahe zu sein
was immer nur die Enge war
was immer nur am Anfang
gleich das Grobe sah
Mein Kraftwerk poltert nicht durch
Liebesschwüre
es dampft nur jeden Tag
die Nacht herbei
DER KAFFEE DANACH AM TAG ZUVOR
wenn der druck entsteigt
(in the beginning of the night) =
und jede planung plötzlich splittert,
hab ich morgenluft gewittert/
und jedes trugbild made of rites:
verliert sekundenschnell den reiz
12.09.14
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