15.09.11

W

klamme strassen,
vorm q-dorf liegen scherben, die nacht wird hell, die jugend ächzt im sterben, brötchen kaufen, kaffee trinken, ab in die fabrik, alles geht doch leichter, nur nicht mit musik. sommer geht, herbste kommen, alle sind jetzt blind. pulli an, mütze auf, scheiss doch auf den winterwind

12.09.11

APPROXIMATELY THIS

.
the.snow.disables.reality
love.me.love.me.lethal.kiss
heavens.have.enough.of.me
neon.lights.electric.bliss
people.say.that.certain.marvels
break.the.concrete.in.your.streets
but.the.paths.of.you.are.larval
different.plants.have.different.seeds

KING SIZE BAR TAUSEND UND KEINE NACHT


Weisser Schleier vs. Sonne
Dreiklangsdepressionskolonne
Befreiungsschlag am Wochenende,
abmontierte Sonnenblende
freie Sicht - Problem gelöst
Der Sehnsuchtsdrang ist eingedöst
Unfairplay, ok, das stimmt
Wer weiß schon, wie man sich benimmt?

08.09.11

19:57


Der Mann, so 80 Jahre / hat lange lichte Haare
graues Sakko, gelbe Hände / Bleistiftkunst und raue Wände





SPRUDEL SUPERNOVA


denn nichts soll jemals so ermüdend sein
wie diese abendstunde
als nichts so sinnlos schien wie schein
der kerzen dieser runde
immer wieder wiederholtes,
hundertfaches nicken derer
deren köpfe, obendrauf,
scheitel trugen wie die lehrer
der heimweg dauert ewigkeiten
doch zeit ist jetzt der wunde heilung
und jedes strassenschild der stadt
trägt fahl in grau das wort "beeilung"

02.09.11

CH CH CH CH CHANGES

Es gibt hier nicht mal Tore, die geoeffnet wurden.
Es gibt gar keine Tore, nirgends, keine Tore
die geschlossen werden koennten,
nachdem die Geteerten gefedert
die Stadt auf dicken Bohlen sitzend
verlassen haetten, hier gibts nur
ein Rein und Raus an
unwirklichen Grossfickern
und Dummheit
und Beliebigkeit
und verfaelschte Langeweile,
(nicht mal faelschen koennen sie)
stattdessen wirds immer schicker
und die Leute tragen immer steilere Schuhe
und klick klack klick klack
ist der Rhythmus, so wie die Musik
der Party gestern nacht,
in Grossraumdiskos
mit Grossraumdiskotoilettenfrauen
und all dem Plumpaquatsch

ZOO

Twentytwohundred / public transportation / sextoybags are cuddling the inside of your hands / i don't know what you're listening to, but turn it up anyway / because the sound of you can only be the bestest ever made / i recall a couple of early mornings / when you turned away each time / i turned to you

01.09.11

19

Man wird so weich und sanftmütig
Entschuldigt mein Verhalten
am (bitte Datum einsetzen)
Die Nacht zieht vorbei
und Du verschläfst das alles



OH THE PLEASURE

off, you fuckerine / eat your guitar / dancing in miniature pictures / well spotted you / deceiver / believer / incurable / redwine cheese bla bla / the white table has never been blacker / always been a slacker / double dutch smacker / the pleasure of presence of like-minded bonobos / oh the pleasure of presence of like-minded bonobos / i drank from the faucet although I was hungry

24.08.11

HOMO PAN TROGLODYTES, EY

Durch das Fenster.
Windschutzscheibenkäse,
die Strassen in fettigem Griff ,
Taxicholie,ein schlimmes Wort -
Dunkelberlin, voll von kochenden Affen.
Es ist so schön
wenn man es aus einem fahrenden Taxi betrachtet,
Fahrten zum Bahnhof, zum Flughafen.
(Mit dem Baseballschläger,
bei schneller Fahrt und offenem Fenster,
schlagen Halbmutige den Buddybären endlich die Köpfe ein.)
Die Lichtkegel der Dirnenfahrer
fauchen stumm und suchend über den Hof.
Nicht mehr als kochende Affen.
Kopfschütteln mit Kaffeetasse,
wie die alten Leute.


23.08.11

ÜBER DINGE, WENN DIE SONNE AUFGEHT



Als man sich in weissen Laken wälzte
und doch nur vor die Mikros musste ,
denn nichts ist schneller als das schnellste
haarklein breitzutreten was er so weiss und keiner wusste.
Konzentration aufs Gegenueber!
Fokus, Mann, ich wäre lieber
am Strand geblieben
Unter Bäumen,
die fast palmenähnlich waren,
als Wellenkronen schäumend schäumten
und atemlos im Sand verstarben

20.08.11

7

doch es ist nur spreegeluemmel,
steine, mauer, hosenschiss,
faehnchen zittern warm im wind
und noch ein name, der vergisst
bitterstoff im zuckerstreuer,
pfeffer schmeckt zu salzig hier,
und brutto ist die stadt zu teuer,
komm ein stueck, nur kurz, zu mir
du weisst, sie killt die stadt von hinten
ohne ueberlegungszeit,
man hoert, des nachts in manchen runden,
diesmal ging er fast zu weit.

15.08.11

23 UHR, CHB



Deine Jugendkultur hat meinen Hund getötet
Er war zuviel zu oft alleine in grauen Sommernächten
Alles ist verstummt, nur die Hundeflöte flötet
noch ab und an in dunklen U-Bahn-Schächten

PLATE SHOOT

Wie man sich ein paar Tage später
dummerweise wieder erholt,
es geht schon alles wieder,
jaja, ächz ächz, und man wirft alles,
wirklich alles wieder über den mittlerweile
viel zu groß gewordenen Haufen
one in a million Runterschlucken,
weiter geht's, wer regeneriert hier wen oder was
und wo zum Teufel ist das Auffangbecken
für all den Schleim und Siff,
Ross and Rachel um weit nach Mitternacht
und am Tag danach und
HALT,
der Supermarkt in München, 2 Uhr,
Dunkelheit, nur ein helles Licht
mit einem Geldschein an der Leine führend,
äußerst betrunken, steter Gang und Nebel Nebel
// Das Bild passt nicht mal in ein ganzes Flugzeug
// Put your hands inside the puppets head //
Everything right is wrong again, etc etc pp /
Lacht sich tot, was sonst!
Gut gelaunt, keine Frage.

11.08.11

OH ZOOEY

Mapped on some incidental canvas,
a tired couple of laughs
I trigger another craving, for nothing but
a two dimensional sleepless dreaming
Oh Zooey
How could I know
Steering a scooter
can be the bestest thing



09.08.11

AM ENDE DER WELT, O.A.

Schwuler Frisör: Hallo
Arbeitsloser Schauspieler: Hallo, alles gut?
Schwuler Frisör: Ja, alles super.
(dreht sich um, geht weg)
Partyveranstalter 1: Hey!
Arbeitsloser Schauspieler: Hallo, alles gut?
Partyveranstalter 1: Ja, alles bene. Und bei Dir?
(dreht sich um, geht weg)
Partyfotograf: Hallo!
Arbeitsloser Schauspieler: Hallo, alles gut bei dir?
Partyfotograf: Ja, kann nicht klagen.
Arbeitsloser Schauspieler: Willste ein Foto machen?
(greift hinter sich, und zieht eine blonde Freundin neben sich)
Partyfotograf: Nee, grad nicht Du, vielleicht später.
(dreht sich um, geht weg)
Arbeitsloser Schauspieler: Okay!!
(nippt an seinem "Champagner")
Brünette: Hey, na?
Arbeitsloser Schauspieler: Wohoo, heeeeeeeeeyyy! Alles roger?
Brünette: Es gibt hier viele Slipper und Louis Vuitton Taschen und Chucks und Schals und Gläser und Aschenbecher und iPhones und zu lautes Lachen über zu unlustige Witze und widerliche Nasen mit schwarzen Nerdbrillen.
Arbeitsloser Schauspieler: Hast Du Wowereit schon gesehen?

"Hör doch auf! Genauso wie diese x. Die mit dem Chauffeur. Chirurgisch optimiert, bedingt unterhaltsam. Die war doch auch da. Ich bin um halb zehn weg. Big Bang Theory lief. Nichts in Berlin hielt mich davon ab. Die perfekte Stadt zum Fernsehgucken. Ich bin weder zu intelligent noch bin ich anspruchsvoll, trotzdem guck ich lieber Fernsehen."

"Diese Bretterbudenromantik mit Champagnerbar und Krokooptikschuhe und grobschlächtige Hupfdohlen und elektronische Musik und nur eine einzige Frau, die ich begehren könnte, wäre mein Interesse nicht nur provisorisch und eingebildet."



KLINIK UNTER PALMEN

barcelona, lounge, eames und mies.
es ist traurig, aber wahr: ich vermisste die stadt und ihre lange weile
(liebe passagiere, sie haben genau fuenf minuten gluecksgefuehle)
unten turm, netz aus seide, in reih und glied: betongeschmeide. ///
es ist sechs uhr, dreissig minuten, ortsbestimmung naechtlicher routen,
hotelzimmer oder autobahnen, es kommt nichts, warte doch,
ich lungere im sommerloch.
bon iver summt den morgen glücklich, kaffee stimmt, refill: stündlich.
gestern, früher abend, ein toter saß am tisch / reisgericht mit wein und verbrannter fisch / alles zwanzig jahre her, zuviel samt und buntes tuch / bin zu glücklich für die runde, schreib ich in das buch und: edward sharpe, the middle east, trommel trommel trommelbiest.


05.08.11

A-Z



"Der 5. Dezember war ein kalter Tag, aber nicht so kalt wie die davor, kein Schnee, ein wenig Glätte am Morgen, das wars auch schon. S-Bahn fuhren okay. Keine Ausfälle. Es gab allerdings eine Menge Lügen, mehr als die gewohnte Handvoll.
Kurz vorher war ich endlich aufgewacht, das genaue Datum weiss ich aber nicht mehr, sorry. In Berlin verwischen die Tage und die damit verknüpften Erinnerungen ohnehin recht schnell und spurlos. (...)
Der 5. Dezember war ein schöner Tag (Wie immer begann er mit einem Tee, einem Brötchen, einem Apfel). Mehr noch, er war der beste von allen Dezembertagen bisher. Für mich war das immer klar. Am 5. Dezember trennte sich die vielzitierte Spreu vom Weizen. Was auch immer Spreu ist. Ich war 5 Tage ohne Schlaf. Nur 5 Tage. Bis zum 5. Dezember. Es war mein Tag."

02.08.11

53


hotelkoller hier ists wie in der bundeshauptstadt handtuch auf dem boden heisst bitte waschen frühstück und bildzeitung wasabinuss-überdruss komische menschen ähnlich denen in berlin it seems like we're in some kind of hurry to say goodbye wer hat meinen memorystick rausgezogen da waren doch nur schlimme bilder drauf reboot neustart wer macht mit machst du mit oder du oder du doors unlocked and open california new york city washington square a parade je reviens you know it te chercher sound sound telecine online ray ban im regen das alles interessiert mich nicht kragen hoch kragen runter wo bist du gehts dir gut stay young, go stripping das macht dich lange nicht zum künstler da kann mann hüpfen wie man will wash your hands while she lied at night the slut die seife ist mir viel zu klein und schäumen tut hier mal gar nichts auschecken auschecken bitte und lothar sieh doch ein, du bist nur spielzeug und darfst nicht mal ran.

Der sanfte Chlorgeruch des Hotelbadezimmerwassers schaltete den Kopfhebel auf Urlaub.



31.07.11

VILLAGE PEOPLE RELOADED


clinging to palmtrees,
crossroads and neonlight, workers versace, downtown,
a citynight, help me breathing with concrete lungs, when people and strangers come undone, diffusing into monochromatic visions of how things should be, the division,
the loving brigade, its flag is ornate.hugging a palmtree, crossroads and neonlight,
workers versace, downtown, a citynight. it's a rush of air of invisble cars passing
what are the chances of elusive glances at the crack of dawn and the chat you spawn, under the influence of escapism? it's all wrong. believe me.