11.08.11

OH ZOOEY

Mapped on some incidental canvas,
a tired couple of laughs
I trigger another craving, for nothing but
a two dimensional sleepless dreaming
Oh Zooey
How could I know
Steering a scooter
can be the bestest thing



09.08.11

AM ENDE DER WELT, O.A.

Schwuler Frisör: Hallo
Arbeitsloser Schauspieler: Hallo, alles gut?
Schwuler Frisör: Ja, alles super.
(dreht sich um, geht weg)
Partyveranstalter 1: Hey!
Arbeitsloser Schauspieler: Hallo, alles gut?
Partyveranstalter 1: Ja, alles bene. Und bei Dir?
(dreht sich um, geht weg)
Partyfotograf: Hallo!
Arbeitsloser Schauspieler: Hallo, alles gut bei dir?
Partyfotograf: Ja, kann nicht klagen.
Arbeitsloser Schauspieler: Willste ein Foto machen?
(greift hinter sich, und zieht eine blonde Freundin neben sich)
Partyfotograf: Nee, grad nicht Du, vielleicht später.
(dreht sich um, geht weg)
Arbeitsloser Schauspieler: Okay!!
(nippt an seinem "Champagner")
Brünette: Hey, na?
Arbeitsloser Schauspieler: Wohoo, heeeeeeeeeyyy! Alles roger?
Brünette: Es gibt hier viele Slipper und Louis Vuitton Taschen und Chucks und Schals und Gläser und Aschenbecher und iPhones und zu lautes Lachen über zu unlustige Witze und widerliche Nasen mit schwarzen Nerdbrillen.
Arbeitsloser Schauspieler: Hast Du Wowereit schon gesehen?

"Hör doch auf! Genauso wie diese x. Die mit dem Chauffeur. Chirurgisch optimiert, bedingt unterhaltsam. Die war doch auch da. Ich bin um halb zehn weg. Big Bang Theory lief. Nichts in Berlin hielt mich davon ab. Die perfekte Stadt zum Fernsehgucken. Ich bin weder zu intelligent noch bin ich anspruchsvoll, trotzdem guck ich lieber Fernsehen."

"Diese Bretterbudenromantik mit Champagnerbar und Krokooptikschuhe und grobschlächtige Hupfdohlen und elektronische Musik und nur eine einzige Frau, die ich begehren könnte, wäre mein Interesse nicht nur provisorisch und eingebildet."



KLINIK UNTER PALMEN

barcelona, lounge, eames und mies.
es ist traurig, aber wahr: ich vermisste die stadt und ihre lange weile
(liebe passagiere, sie haben genau fuenf minuten gluecksgefuehle)
unten turm, netz aus seide, in reih und glied: betongeschmeide. ///
es ist sechs uhr, dreissig minuten, ortsbestimmung naechtlicher routen,
hotelzimmer oder autobahnen, es kommt nichts, warte doch,
ich lungere im sommerloch.
bon iver summt den morgen glücklich, kaffee stimmt, refill: stündlich.
gestern, früher abend, ein toter saß am tisch / reisgericht mit wein und verbrannter fisch / alles zwanzig jahre her, zuviel samt und buntes tuch / bin zu glücklich für die runde, schreib ich in das buch und: edward sharpe, the middle east, trommel trommel trommelbiest.


05.08.11

A-Z



"Der 5. Dezember war ein kalter Tag, aber nicht so kalt wie die davor, kein Schnee, ein wenig Glätte am Morgen, das wars auch schon. S-Bahn fuhren okay. Keine Ausfälle. Es gab allerdings eine Menge Lügen, mehr als die gewohnte Handvoll.
Kurz vorher war ich endlich aufgewacht, das genaue Datum weiss ich aber nicht mehr, sorry. In Berlin verwischen die Tage und die damit verknüpften Erinnerungen ohnehin recht schnell und spurlos. (...)
Der 5. Dezember war ein schöner Tag (Wie immer begann er mit einem Tee, einem Brötchen, einem Apfel). Mehr noch, er war der beste von allen Dezembertagen bisher. Für mich war das immer klar. Am 5. Dezember trennte sich die vielzitierte Spreu vom Weizen. Was auch immer Spreu ist. Ich war 5 Tage ohne Schlaf. Nur 5 Tage. Bis zum 5. Dezember. Es war mein Tag."

02.08.11

53


hotelkoller hier ists wie in der bundeshauptstadt handtuch auf dem boden heisst bitte waschen frühstück und bildzeitung wasabinuss-überdruss komische menschen ähnlich denen in berlin it seems like we're in some kind of hurry to say goodbye wer hat meinen memorystick rausgezogen da waren doch nur schlimme bilder drauf reboot neustart wer macht mit machst du mit oder du oder du doors unlocked and open california new york city washington square a parade je reviens you know it te chercher sound sound telecine online ray ban im regen das alles interessiert mich nicht kragen hoch kragen runter wo bist du gehts dir gut stay young, go stripping das macht dich lange nicht zum künstler da kann mann hüpfen wie man will wash your hands while she lied at night the slut die seife ist mir viel zu klein und schäumen tut hier mal gar nichts auschecken auschecken bitte und lothar sieh doch ein, du bist nur spielzeug und darfst nicht mal ran.

Der sanfte Chlorgeruch des Hotelbadezimmerwassers schaltete den Kopfhebel auf Urlaub.



31.07.11

VILLAGE PEOPLE RELOADED


clinging to palmtrees,
crossroads and neonlight, workers versace, downtown,
a citynight, help me breathing with concrete lungs, when people and strangers come undone, diffusing into monochromatic visions of how things should be, the division,
the loving brigade, its flag is ornate.hugging a palmtree, crossroads and neonlight,
workers versace, downtown, a citynight. it's a rush of air of invisble cars passing
what are the chances of elusive glances at the crack of dawn and the chat you spawn, under the influence of escapism? it's all wrong. believe me.








30.07.11

HILTON

was wird jetzt gemacht,
unter mir die minibar
über mir der spiegel
und beides bietet
keine überraschungen
die kicherstimme
nach all den jahren
läßt mich kalt
die wilde welt
ist vorbeigezogen
ich bin froh und traurig
aber hauptsächlich
erleichtert

26.07.11

10:52

give away
your mind to the masses, and as innocence
fills their empty glasses, the poorest spectacle,
smell the morning dew,
faking feelings the way fake lovers do,
mutiny on the balcony, echoes scream in front of me,
the velocity of fading is always steady,
unhasty, nasty,
are you ready to plunge, are you ready to dive,
are you ready to assemble the pieces of
broken bottles of beer and whiskey
you walked on, decades ago,
cut your feet and smiled the pain away

21.07.11

ENGLISCHER GARTEN

Aus dem Koffer,
Hotelbett 101
Duschhauben-El
Dorado, meins
Pay-Tv und
Erdnussdose
Buffettbrotkorb
und Lederhose.
Cocktailbar
Achter Stock
Lächelnd in den
Wodkaschock
Bin nicht von hier
Ach was, du auch
Jazzmusik
Die man nicht brauch'
Zimmerservice
Burgerschlacht
Nachbar um den
Schlaf gebracht
Check jetzt aus
Flieger geht
Wir sehn' uns
in New York
zu spät.




20.07.11

KÖLNBONN


Ich wollte fast das Cockpit stuermen und den Piloten zur Rueckkehr nach Berlin zwingen, als ich, auf dem schmalen Grauledersitz in Reihe 20 sitzend, den Artikel von Hans Stimmann im Tagesspiegel las. "Umdrehen, Sturzflug auf das Redaktionsgebaeude" waer mein Befehl gewesen, aber doch haette ich wohl nicht Stimmann sondern nur eine Reihe von (meist) Unschuldigen getroffen. Wohnt der eigentlich noch hier? Oder hat er, nachdem er auf die Stadt gekackt hat, seine Koffer gepackt und ist geflohen? Der ewig gestrige: Stimmann. Selbst diese Stadt war einfach zu groß für Dich.

19.07.11

LH IN DEN WESTEN, AM MORGEN

"Die Welt braucht mehr Männer wie Bill Maher und weniger Leute wie Dich und mich und höhere Häuser braucht die Welt, viel höhere Häuser braucht die Stadt und eine Rückholung der Intelligenz, die schön ist und willenloser und gezielt beliebig, das alles brauchen wir jetzt und unbedingt. Bill Maher, der Amerika gut tut und mir, ich hing an seinen Lippen, gestern, im Fernsehen, so wie jedesmal."

ABSATZ

Wunderst du Dich nicht, dass dieses Flugzeug auch dieses Mal nicht abstürzt? Ich meine, Hundert Tonnen Stahl.

Köln Bonn.



TURN

you will be rewarded with
three days of no's and numbness
when the ocean river turnpike
turns the ocean into countless
single grains of sand.

14.07.11

17 MINUTES

the low down of soho
Howls at cosmopolis
Enlighten the populace
SEEMS ALL I'VE KNOWN IS DECEIT
So rare, so rare, so rare
your memory serves you so badly
ENGLAND
Victim of metropolis
Hey there, it's me
Climb the horizon
Howls at cosmopolis
Enlighten the populace
You have never been a surfing killer
Or a flying saviour
Step out of the shade
For once
Howls at cosmopolis
Enlighten the populace
Pluto's not a planet anymore
Like Claire still is
How can you live with that
sipping juice on your rooftop terrace
misled
correct yourself
over and over again
Howling at cosmopolis
Enlighten the populace
Hello there
I do what I can
Sampling the bestest parts
Howling at cosmopolis
Enlighten the populace
Enlighten the populace
















13.07.11

11:58

LAMB



brain, the. (anatomy, intelligence)
marinated in distress, throbbing erratically, like a shot kitten / with shivering and embittered arrows in its heart and when things are all one thinks of

11.07.11

09.07.11

7:48



XEROX DEFEKT

Man will viel. Unfassbarer Overkill an Ray-Ban Sonnenbrillen, Pilotenfassung, Goldgestell, Tränen hinter grünen Gläsern, weil Stromausfall bei Bread and Butter, "Männer" in zu engen Hosen, Frauen-WM, Biermeile, am anderen Ende Nutten, hier, am Brandenburger Törchen, Zelt, Woche, Uniformierte, die Prada tragen und H&M, der Mix halt - und rühmen sich noch damit, irgendwie ist alles ja dann doch eine Partywoche mit Partyshows oder Showparties, die Impulse für die Hostessenbranche bieten, es gibt sie noch, die Events für Jedermann, ist doch cool, nein, Moment, die finden halt keine Sponsoren, ist ja auch egal, überall steht ein Mercedes und überall liegt ein roter Teppich, selbst vor Douglas und Schlecker liegen rote Teppiche und die Stadt begrüßt die Ausländer, nur leider ist kaum einer da, nur die, die bezahlt werden und jeder Hinzkunz trägt stolz sein Bändchen um den Hals, endlich Schmuck, den man sich leisten kann und viel zu viel Twitter überall und Statusmeldungen über Shows am Mittag, dann, wenn Arbeitende arbeiten, nicht so wie der lebenslange ehemalige Chefdesigner einer Sportmarke, der jetzt Partyveranstalter ist mit angeschlossenem Fashionlabel, das wir nur vom Hörensagen kennen und überall sagen alle ständig, das Berlin sich nicht zu verstecken braucht hinter all den Städten, in denen Mode eine Rolle spielt, trotzig und rotzig wie ein kleines Kind, mit dem keiner spielen will und sich gezwungenermaßen mit sich selbst beschäftigt und in der Ecke Bauklötze stapelt, die immer wieder runterpurzeln, sobald sie höher gestapelt werden als es die beinahe gesetzlich vorgeschriebene Traufhöhe für Ideenklau erlaubt und ist ja auch egal, der Shuttleservice wartet, mit halbvollem Tank und auf der ledernen Rücksitzbank liegen kostenlose Zeitungen die ganzseitig von Taubenzüchtervereinen berichten.

08.07.11

ITS THE IT


two shades of where
and three kinds of no,
it's the weary place of here,
it's your time to show
it's the ground of the who
and its spacy decay
where you lay your hat
at the end of the day


05.07.11

9:06